Für einen Arbeiter aus dem Bezirk Jennersdorf (Burgenland) hat sich das genaue Mitschreiben seiner Arbeitszeiten so richtig ausgezahlt. Nach dem Ende seines Jobs fehlten ihm noch mehrere Lohnbestandteile.
Der Mann war bis Mitte 2026 in einem Betrieb der Lebensmittelindustrie in Vollzeit beschäftigt. Als sein Arbeitsverhältnis endete, war allerdings noch längst nicht alles bezahlt.
Unter anderem standen noch Überstunden aus dem Jahr 2025 und den ersten Monaten 2026 sowie anteilige Sonderzahlungen aus. Dazu kam ein weiteres Problem: Der ehemalige Arbeitgeber hatte mehrere Lohnabrechnungen aus dem Jahr 2026 entweder verspätet oder überhaupt nicht übermittelt.
Für den Arbeiter war es dadurch schwierig, nachzuvollziehen, ob er seinen gesamten Lohn tatsächlich erhalten hatte. Er wandte sich deshalb an die AK-Bezirksstelle Jennersdorf.
"Zum Glück hat der Arbeitnehmer Arbeitszeitaufzeichnungen geführt und damit alles schriftlich dokumentiert. Aufgrund der guten Dokumentation und des nachweisbaren Mailverkehrs blieben die Verfallsfristen gewahrt und nach unserer Intervention beim Dienstgeber wurden alle offenen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis nachbezahlt", erklärt AK-Bezirksstellenleiter Reinhard Jud-Mund.
Die Intervention der Arbeiterkammer zeigte Wirkung. Der ehemalige Arbeitgeber zahlte sämtliche offenen Ansprüche nach. Für den Südburgenländer bedeutete das eine Nachzahlung von rund 9.000 Euro brutto.