Es klingt wie ein absolutes Luxusproblem. Dennoch leidet dieses Paar unter dem aktuellen Wohnungsmarkt. Beide verdienen gut, sie kommen gemeinsam auf 5.000 bis 6.000 Euro netto im Monat. Doch bald brauchen sie mehr Platz, die Familie soll wachsen. Das Paar wird trotz Super-Einkommen bei der Wohnungssuche frustriert, sie berichten auf der Plattform Reddit von ihrem Albtraum.
Das Paar sucht eine Unterkunft in Wien. Rund 100 Quadratmeter und vier Zimmer sollen es sein – genug Platz für die Familie und auch fürs Arbeiten von zu Hause. Doch genau bei dieser Größe gehen die Preise weit auseinander.
Ein Blick auf aktuelle Angebote – wir haben extra "günstige" Bezirke ausgesucht – zeigt, was das bedeuten kann. In Wien-Margareten (5. Bezirk) wird derzeit eine Vierzimmerwohnung mit rund 100 Quadratmetern um 2.248,72 Euro monatlich angeboten. Dazu verlangt der Vermieter eine Kaution von 7.000 Euro.
Im 20. Bezirk, der Brigittenau, findet sich ein nahezu passendes Beispiel: Eine 98 Quadratmeter große Vierzimmerwohnung in der Dresdner Straße wird um 2.361 Euro brutto angeboten. Eine weitere Vierzimmerwohnung mit 103 Quadratmetern kommt hier sogar auf 2.500 Euro monatlich.
Noch höher liegt ein aktuelles Neubau-Angebot in Penzing: Für knapp 100 Quadratmeter und vier Zimmer werden dort 3.129 Euro pro Monat verlangt. Die Kaution liegt bei 9.400 Euro.
Das macht die Suche für das Paar so schwierig. Egal in welchem Grätzl sie suchen, weit mehr als ein Drittel des Netto-Einkommens geht für eine Wohnung weg. Was es für die beiden so unglaublich macht: Ihre Vorstellungen sind nicht übertrieben, dennoch sind die Preise so hoch.
Das Paar schildert deshalb auf Reddit seinen Frust über die Suche. Die zentrale Frage: Wenn selbst ein Haushalt mit bis zu 6.000 Euro netto bei einer gewöhnlichen Familienwohnung genau rechnen muss – wie schaffen es dann Familien mit deutlich weniger Einkommen?