Nach Rang fünf am Donnerstag segelte Eder im zweiten Einzelspringen im finnischen Lahti auf den ernüchternden zwölften Rang. "Der zweite Sprung hat sich besser angefühlt", analysierte Österreichs beste Springerin nüchtern.
Für die 24-Jährige bedeutete der zwölfte Platz auch einen Rückschlag im Gesamtweltcup. Dort ist Freitags-Siegerin Nika Prevc (Slowenien) außer Reichweite, kämpft Eder aber um einen Stockerlplatz und ist aktuell Gesamtweltcup-Dritte, 27 Punkte vor der Norwegerin Anna Odine Ström, die als Zweite weiter Boden gutmachte.
Deshalb fragte auch "ORF"-Moderator Boris Kastner-Jirka nach dem Einzelspringen, ob Eder schon den Atem der Norwegerin spüre. "Den spüre ich", antwortete Eder ehrlich. Und stufte dann ihre Chancen im Kampf um den dritten Platz ein: "Ich würde auf sie setzen."
Der Grund dafür: Mit den Stationen in Vikersund (Norwegen) und Planica (Slowenien) würden noch zwei Skifliegen anstehen, dazu Ströms Heimspiel in Oslo. "Da würde ich glatt auf sie setzen", meinte Eder dann noch einmal. Eine Kampfansage in Richtung der Norwegerin sieht anders aus.
Dabei könnte die Siegerin von zwei Weltcupspringen nach insgesamt bereits 16 Podestplätzen durchaus selbstbewusster sein.