ÖSV-Star Ricarda Haaser (33) steht vor ihrem nächsten Comeback. Wenn am 24. Oktober in Sölden der Startschuss für die neue Ski-Weltcup-Saison fällt, will auch die Tirolerin wieder an den Start gehen. Hinter ihr liegt eine lange Leidenszeit mit gleich zwei schweren Verletzungen.
Bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm im Februar 2025 zog sich Haaser einen Kreuzbandriss zu. Nach ihrer Rückkehr auf die Rennpiste folgte im Februar 2026 der nächste schwere Rückschlag. Bei einem Sturz im Super-G von Soldeu erlitt die 33-Jährige eine sogenannte Impressionsfraktur am Schienbeinkopf.
Wie dramatisch die Verletzung tatsächlich war, verrät Haaser nun im Gespräch mit dem "Kurier". Der Schienbeinkopf sei bei dem Sturz regelrecht "zerbröselt". Um den beschädigten Knochen wiederherzustellen, musste der Tirolerin sogar ein Spenderknochen eingesetzt werden.
Dieser stammt üblicherweise von Patienten, die eine künstliche Hüfte erhalten. Trotz der schweren Monate hat Haaser ihren Humor nicht verloren. "Von einer 80-jährigen Frau werden sie ihn ja hoffentlich nicht genommen haben", scherzt die ÖSV-Athletin.
Nun steht die 33-Jährige vor ihrem zweiten Comeback innerhalb von nur zehn Monaten. Beim Weltcup-Auftakt in Sölden will sie wieder ins Renngeschehen eingreifen.