Schock kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden! Die schwedische Ski-Hoffnung Cornelia Öhlund (21) ist am Donnerstag beim Riesentorlauf-Training in Schnals in Südtirol schwer gestürzt. Dabei krachte sie nicht nur ins Fangnetz, sondern riss auch zwei Trainer mit.
Ein Video des schwedischen Fernsehsenders SVT zeigt den heftigen Sturz. Zunächst fährt Öhlund auf Zug durch die Tore. Doch plötzlich verschneidet sie, hebt ab, verliert die Kontrolle und fliegt mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Fangnetz.
Dort stehen mehrere Betreuer. Zwei von ihnen werden von der heranrasenden Schwedin erfasst. "Ich bin regelrecht durch die Luft geflogen, habe mir den Kopf und die Schulter gestoßen und bin dann direkt ins Netz gekracht", schildert Öhlund den Schreckmoment.
Die 21-Jährige kommt mit einer leichten Gehirnerschütterung sowie Verletzungen an Schulter, Rücken und Nacken davon. Der schwedische Skiverband bestätigt, dass weder etwas ausgerenkt noch gerissen ist. Trotzdem sind die Schmerzen groß. In einem Video zeigt sich Öhlund mit dem linken Arm in einer Schlinge.
"Ich habe beide Skier verloren und unterwegs auch noch ein paar Trainer mitgerissen, das war also nicht gerade der größte Spaß", sagt die Schwedin. Vor allem ihre Schulter und ihr Kopf würden schmerzen. Wie schnell sie wieder auf die Piste zurückkehren kann, ist noch offen.
Besonders bitter ist der Zeitpunkt: Bereits am 24. Oktober startet der Ski-Weltcup der Alpinen in Sölden in die neue Saison. Auf dem Rettenbachferner steht ein Riesentorlauf auf dem Programm. Schwedens Damen-Cheftrainer Charlie Laband gibt vorsichtige Entwarnung: "Cornelia fühlt sich den Umständen entsprechend ganz gut und tankt mit Ruhe neue Energie für den Weltcup-Auftakt nächste Woche." Ob sie beim Saisonstart antreten kann, bleibt abzuwarten.