Nach dem ersten Durchgang 20., am Ende auf Platz 18 und 1,34 Sekunden Rückstand auf den Schweizer Sieger Loic Meillard – der Samstag war nicht der Tag von ÖSV-Mann Schwarz. Der 30-Jährige kam mit der schwierigen Face de Bellevarde im französischen Skiort nicht zurecht, haderte mit sich selbst, hielt aber auch mit Kritik am Ski-Weltverband FIS nicht hinterm Berg.
"Ich verstehe gewisse Entscheidungen der FIS nicht, dass sie da nicht ein bisschen mehr Wasser hineintun", vermisste der Kärntner eine eisige Präparierung, tat sich auf dem griffigen Schnee schwer. "So kann ich auf jeder Publikumspiste einen Lauf hinuntersetzen, da habe ich das gleiche", prangerte Schwarz an.
Tatsächlich hatten auch die Topläufer im zweiten Durchgang auf der ruppiger werdenden Face de Bellevarde bei schlechter werdender Sicht im Schatten und einer drehenden Kurssetzung ihre Probleme – im Gegensatz zum ersten Durchgang, der flott und direkt gesteckt war. "Auf solchen Verhältnissen tue ich mir schwer. Da muss man extrem sauber Ski fahren. Und da hapert es im Moment", ergänzte Schwarz mit Blick auf die nicht vereiste Piste.
"Wenn ich den Schwung ein bisschen anstelle, bremst es", erklärte Schwarz weiter. Gleichzeitig betonte der Kärntner: "Das ärgert mich, ich ärgere mich über mich selbst, es kann da keiner etwas dafür. Da muss ich einfach sauberer werden."
Dass "Blacky" Schwarz im Riesentorlauf durchaus zur Weltspitze gehört, zeigten Rang zwei beim Saisonauftakt in Sölden und Platz vier in Copper Mountain. Am Sonntag steht nun noch ein Slalom auf dem Programm – bei ähnlichen Pistenverhältnissen.