Schock beim WM-Straßenrennen in Montreal! Die Schwedin Caroline Andersson war rund 95 Kilometer vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt. Sie lag zunächst regungslos und mit blutüberströmtem Gesicht auf dem Asphalt. Sanitäter waren rasch zur Stelle und legten ihr eine Halskrause an.
"Als wir zu ihr kamen, war sie bewusstlos. Sie war komplett weg. Es war angsteinflößend, man weiß einfach nicht, was man in diesem Moment tun soll", berichtete der schwedische Nationaltrainer Persson dem Sender SVT.
Am Abend dann die erste Diagnose: Andersson hat sich das Schlüsselbein gebrochen und eine kleine Blutung in der Hüfte zugezogen. Sie wird in einem Krankenhaus in Montreal behandelt. Die Ärzte würden eine Operation durchführen, ansonsten sei die Sportlerin jedoch "okay".
"Es handelt sich um einen offenen Bruch, sie muss also später operiert werden", sagte Alexander Wetterhall aus der schwedischen Teamleitung. Andersson sei "bei Bewusstsein, spricht, kann kommunizieren und wird nun von ihrem Teamarzt betreut, den sie schon länger kennt". Die Lage sei "gut unter Kontrolle".
Neben Andersson war auch die Australierin Lauretta Hanson ins Krankenhaus gebracht worden. Die 31-Jährige hatte nach dem Massencrash lange regungslos auf dem Boden gelegen. Über ihren Zustand lagen zunächst keine Informationen vor. Laut australischen Medienberichten soll Hanson später wieder bei Bewusstsein gewesen sein.
Den WM-Titel holte sich die Niederländerin Demi Vollering – ihr erstes Gold bei einer Weltmeisterschaft.