Wer in Wien eine Klimaanlage montieren, sein Haus umbauen oder eine Photovoltaikanlage am Dach installieren möchte, steht oft vor einem Berg an Vorschriften. Braucht es eine Bewilligung? Reicht eine Bauanzeige? Und was ist überhaupt erlaubt? Genau bei solchen Fragen soll jetzt ein neues Angebot der Stadt Wien helfen.
Egal, ob es um eine neue Wärmepumpe, Bauarbeiten in der eigenen Wohnung oder einen Parkplatz auf dem Grundstück geht: Die Baupolizei beantwortet Fragen zu baurechtlichen Vorschriften und erklärt, welche Genehmigungen notwendig sind.
"Viele Vorhaben scheitern auf Grund von formellen Fehlern oder mangelnder Kenntnis der Bestimmungen", erklärt Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SP). Das führe zu längeren Verfahren und unnötigem Frust. Mit dem neuen Angebot sollen offene Fragen bereits vor einem Bauprojekt geklärt werden.
"Wir wollen mit der Baupolizei dort ansprechbar sein, wo die Menschen leben", betont Baupolizei-Chef Ilja Messner. Viele Fragen könnten in einem persönlichen Gespräch rasch und verständlich geklärt werden.
Auch Projektverantwortliche Katharina Winzer sieht darin einen Vorteil: Statt ausschließlich auf die bisherigen Kontaktmöglichkeiten zu setzen, kommt die Behörde künftig direkt in die Bezirke. Für die Wiener bedeutet das: Wer Fragen zu seinem nächsten Bauvorhaben hat, kann künftig einfach im Grätzl vorbeischauen, statt erst einen Termin bei der Behörde zu organisieren.
Die kostenlosen Beratungen starten am 12. November 2026 und finden danach jeden zweiten Donnerstag von 14 bis 18 Uhr an wechselnden Standorten statt. Los geht es am 12. November in der Sechshauser Straße 23 in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus. Am 26. November ist die Baupolizei in der Haberlgasse 76 in Ottakring anzutreffen, am 10. Dezember folgt ein Termin in der Quellenstraße 149 in Favoriten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Interessierte können einfach vorbeikommen.