Mattia Casse vor Florian Schieder und Giovanni Franzoni – drei Italiener gaben am Donnerstag im zweiten Training für die Olympia-Abfahrt am Samstag klar den Ton an. Dahinter folgten zwei Franzosen: Maxence Muzanton und Nils Alegre, beide bereits mit je 0,99 Sekunden Rückstand auf Casse.
Die ÖSV-Herren hielten sich noch vornehm zurück. Die Plätze 11, 12 und 13 von Stefan Babinsky, Vincent Kriechmayr und Raphael Hasser schraubten die rot-weiß-rote Erwaltungshaltung für den großen Medaillenkampf noch nicht in schwindelerregende Höhen. Kriechmayr hatte am Mittwoch im ersten Training noch den sechsten Rang belegt.
Bitter auch: Daniel Hemetsberger sorgte mit seinem schweren Sturz für eine große Schrecksekunde. Der 34-Jährige krachte mit dem Gesicht voran in ein Tor, verlor dabei seinen Helm und zog sich Schrammen und offene Wunden im Gesicht zu.
Daniel Hemetsberger über seinen Sturz
"Ich war Gott sei Dank nicht weg. Ich habe den Sturz miterlebt. Was gut ist, weil mich hat es schon ziemlich auf die Birne gehaut. Wie ich mit dem Gesicht ins Tor rein bin, das war das Blödere. Dabei habe ich den Helm verloren."
Über seinen Fehler: "Idiot, genau gleich wie in Kitzbühel. Das ärgert mich gewaltig."
"Mein Fuß tut mir auch ein bisschen weh. Aber das Gute ist: Ich kann mir das Kreuzband nicht reißen, weil das eh nicht mehr drin ist."
Zeit gelassen haben sich auch die Schweizer Top-Stars: Weltcup-Dominator Marco Odermatt kam mit 2,72 Sekunden Verspätung ins Ziel, Kitz-Sieger Franjo von Allmen mit 2,82.