Argentinien steht bereits vor dem abschließenden Spieltag als Sieger der Gruppe J fest. Um Platz zwei kämpfen Österreich und Algerien am Sonntag (4 Uhr) im direkten Duell. Der Zweitplatzierte der Gruppe J trifft in der K.-o.-Phase aller Voraussicht nach auf Spanien, den Tabellenführer der Gruppe H. Der Gruppendritte würde auf dem Papier wohl einen leichteren Gegner erhalten.
Da Österreich das letzte Gruppenspiel bestreitet, kennt die ÖFB-Elf vor dem Anpfiff bereits die genaue Ausgangslage. ORF-Experte Andreas Herzog hält allerdings wenig von Rechenspielen. Für ihn ist klar: Österreich soll gegen Algerien auf Sieg spielen.
"Spanien auszulassen wäre natürlich ein großer Wunsch. Aber du bist bei einer Weltmeisterschaft und möchtest jedes Spiel gewinnen. Sollten wir gegen Algerien verlieren, Dritter werden und einen vermeintlich leichteren Gegner als Spanien bekommen, dann gehst du mit zwei Niederlagen aus drei Spielen nicht gerade mit breiter Brust in die K.-o.-Phase", erklärte Herzog.
Der frühere Teamspieler ergänzte: "Spanien wäre eine Mammutaufgabe. Aber wenn wir gegen Algerien eine gute Leistung zeigen und gewinnen, dann können die Spanier kommen. Natürlich wären wir Außenseiter, aber es ist sicher besser, mit einem Erfolgserlebnis in die K.-o.-Phase zu gehen und die Euphorie aufrechtzuerhalten."