Max Verstappen sorgt in der Formel 1 weiter für Gesprächsstoff. Der Red-Bull-Star ließ in dieser Saison mehrfach durchblicken, dass ihm das Fahren mit den neuen Autos wenig Freude bereitet. Gleichzeitig befeuerten seine Aussagen Spekulationen über ein mögliches vorzeitiges Karriereende.
Nun stellt sich ORF-Experte Alexander Wurz klar vor den Niederländer und widerspricht den Gerüchten deutlich. Für ihn ist Verstappen alles andere als amtsmüde: "Wenn du ihn am Nürburgring siehst oder im Online-Racing, dann siehst du, dass er einfach ein Vollblut-Rennfahrer ist. Der ist nicht amtsmüde und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern."
Wurz betont, dass Verstappens Unzufriedenheit nichts mit fehlender Motivation zu tun habe. Vielmehr gehe es um das Material: "Wenn er nicht ganz happy ist, weil ihm sein eigenes Auto nicht passt, dann sollten wir nicht sofort in die Waagschale werfen, dass er amtsmüde ist." Der ehemalige Pilot ist überzeugt, dass der Weltmeister wie gewohnt reagieren wird: "Er wird wie letzte Saison noch härter arbeiten."
Tatsächlich hatte Verstappen zuletzt immer wieder Kritik an den aktuellen Boliden geäußert. Die Fahrzeuge seien zu komplex geworden, der Einfluss der Software zu groß. Auch Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht darin ein Problem. Er erklärte, dass das fahrerische Können wieder stärker in den Vordergrund rücken müsse.
Zusätzliche Brisanz bekam die Diskussion durch Aussagen von Verstappens Vater. Jos Verstappen zeigte sich im "Telegraaf" besorgt: "Diese Autos fordern ihn nicht. Ehrlich gesagt habe ich Angst, dass Max die Lust verliert." Trotz eines Vertrags bis 2028 stehen daher immer wieder mögliche Alternativen im Raum.
Verstappen selbst liebäugelt zunehmend mit Einsätzen abseits der Formel 1. Vor allem Langstreckenrennen reizen den Niederländer. Ein baldiger Abschied aus der Königsklasse ist aber weiterhin reine Spekulation. Klar ist nur, dass Verstappen aktuell nicht glücklich mit der Entwicklung der Formel 1 ist.