Ein mutmaßlicher Fall von Sozialleistungsbetrug beschäftigt die Ermittler im Bezirk Mistelbach (NÖ). Drei Personen stehen im Verdacht, mit gefälschten Urkunden über Jahre hinweg Sozialleistungen in Höhe von fast 63.300 Euro erschlichen zu haben.
Bereits im Juni 2026 konnten Beamte der Polizeiinspektion Mistelbach drei Verdächtige ausforschen. Dabei handelt es sich um eine 38-jährige Staatsbürgerin aus Bosnien und Herzegowina, einen gleichaltrigen Kroaten sowie einen 39-jährigen Mann aus dem Bezirk Hollabrunn.
Das Trio soll besonders geschützte Urkunden gefälscht und diese bei verschiedenen österreichischen Behörden vorgelegt haben. Betroffen waren unter anderem das Standesamt, die Bezirkshauptmannschaft und das Arbeitsmarktservice (AMS).
Mithilfe der gefälschten Dokumente sollen die 38-jährige Frau und der gleichaltrige Mann Sozialleistungen für die Frau und ihre Kinder beantragt haben. Laut Polizei wurden dadurch seit dem Jahr 2008 insgesamt fast 63.300 Euro zu Unrecht ausbezahlt.
Bei ihren Einvernahmen zeigten sich die drei Beschuldigten nicht geständig. Sie wurden bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.