Plastiksteuer statt Paketsteuer? Der NÖAAB kritisiert neue Steuerpläne und fordert von Finanzminister Marterbauer mehr Entlastung für Arbeitnehmer.
Die Diskussion über eine mögliche Plastiksteuer als Alternative zur Paketsteuer sorgt beim Niederösterreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) für Kritik. Landesgeschäftsführerin Katja Seitner und NÖAAB-FCG AK-Vorsitzender Josef Hager sprechen sich gegen zusätzliche Steuern und Abgaben aus.
"Die Menschen arbeiten hart, zahlen hohe Steuern und Abgaben und müssen trotzdem jeden Euro zweimal umdrehen. Ihnen jetzt mit neuen Steuern noch tiefer in die Tasche zu greifen, ist der völlig falsche Weg. Wir brauchen keine Belastungspolitik, sondern eine Politik, die den Menschen mehr von ihrem hart verdienten Geld lässt", betonen Seitner und Hager.
Für den NÖAAB ist der Austausch einer Steuer durch eine andere keine Lösung. Statt neue Einnahmequellen zu schaffen, müsse die Regierung ihre Ausgaben reduzieren und notwendige Reformen umsetzen.
"Österreich hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem!", stellt Seitner klar. Neue Steuern würden aus Sicht des NÖAAB vor allem die arbeitende Bevölkerung zusätzlich belasten.
Der Arbeitnehmerbund fordert Finanzminister Markus Marterbauer daher zu einem Kurswechsel auf. Konkret verlangt der NÖAAB eine Senkung der Steuer- und Abgabenlast, mehr Netto vom Brutto sowie Reformen bei den Staatsausgaben.
"Wer jeden Tag arbeiten geht, darf nicht der Dumme sein. Leistung muss sich lohnen – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern am Ende des Monats im Geldbörsel. Die Menschen brauchen keine neuen Steuerideen, sondern konkrete Entlastungen. Unser Auftrag ist klar: Schluss mit neuen Belastungen – her mit mehr Netto vom Brutto!", so Seitner und Hager abschließend.