Da hatte sich einer wohl etwas zu viel zugetraut! Am Dienstag, 13. Oktober, musste die Freiwillige Feuerwehr Michelhausen (Bezirk Tulln) zu einer ungewöhnlichen Tierrettung ausrücken. Ein Igel war zwischen den Sprossen eines Zauns stecken geblieben und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Ein aufmerksamer Anrainer entdeckte das Tier in seiner misslichen Lage und alarmierte die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute rückten mit Werkzeug an und machten sich sofort an die Rettung des stacheligen Pechvogels.
Weil der Igel zwischen den Zaunsprossen feststeckte, griffen die Einsatzkräfte zu einer ungewöhnlichen Methode: Sie gruben ein Loch in den Boden unter dem Zaun. So konnte das Tier schließlich aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Glück im Unglück: Der Igel blieb unverletzt und trottete nach seiner Rettung rasch davon. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.
Kurios: Es war heuer bereits der zweite Einsatz dieser Art in Michelhausen. Schon im Sommer musste die Feuerwehr einen Igel aus einem Zaun retten.
Warum die stacheligen Vierbeiner immer wieder in der Klemme landen, bleibt ein Rätsel. Die Feuerwehr nimmt es mit Humor: "Naja entweder die Sprossen waren zu eng, oder der Igel war ein bisschen zu dick."