Tullns Stadtrat und Landtagsabgeordneter Andreas Bors (FPÖ) fordert jetzt auch Konsequenzen für den geplanten Auftritt Rudles in Tulln.
Am 18. März 2027 soll Rudle mit dem Programm "Statisten des Wahnsinns" im Danubium auftreten. Die Veranstaltung ist als Niederösterreich-Premiere angekündigt.
Aber: "Ich fordere den Veranstalter E&A Public Relations auf, diese Veranstaltung in Tulln abzusagen. Wer angesichts der schwerwiegenden Vorwürfe gegen Günther Paal öffentlich von einem 'sehr liebenswerten' Menschen spricht, muss sich die Frage gefallen lassen, welches Signal damit gesendet wird", erklärt Bors.
Für den Tullner Stadtrat ist gerade bei einem derart sensiblen Thema besondere Verantwortung in der Wortwahl notwendig: "Im Mittelpunkt muss der Schutz von Kindern stehen. Gerade bei Vorwürfen dieser Schwere halte ich diese verharmlosenden Aussagen, für völlig unangebracht."
Eine für den 22. September geplante Lesung Rudles in einer Döblinger Buchhandlung wurde bereits abgesagt.
Die Buchhandlung begründete diesen Schritt damit, keine Bühne für die Verharmlosung von Missbrauch bieten zu wollen.
"Diesen konsequenten Schritt erwarte ich mir auch in Tulln. Es wäre für mich nicht nachvollziehbar, wenn eine Veranstaltung andernorts aus diesem Grund abgesagt wird und wenige Monate später ausgerechnet in Tulln die Niederösterreich-Premiere über die Bühne geht. Was in Döbling gilt, sollte auch in Tulln gelten", so Bors.
In einem Instagram-Posting entschuldigte sich Rudle für seine Aussagen – "Heute" berichtete.