Das nächste Asylquartier in Niederösterreich macht dicht: Mit 31. Dezember 2026 wird die Unterkunft in der Horner Straße in Schrems (Bezirk Gmünd) geschlossen. Das Heim verfügt über bis zu 40 Plätze.
Asyl- und Sicherheitslandesrat Martin Antauer (FPÖ) sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. "Der Schutz unserer Landsleute hat für uns immer Priorität, und wir wollen Niederösterreich als Asylstandort möglichst unattraktiv machen", erklärt Antauer.
Nach Michelhausen, Bruck an der Leitha, Schottwien, St. Pölten und Tulln ist Schrems bereits der sechste Standort, der im Zuge der laufenden Evaluierung geschlossen wird.
Doch was passiert mit den Flüchtlingen, die derzeit in Schrems untergebracht sind? Sie müssen das Quartier nicht auf eigene Faust verlassen. Die Bewohner sollen auf andere bestehende Unterkünfte verteilt werden. Welche Standorte sie konkret aufnehmen werden, wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Antauer legt unterdessen politisch nach. Man schiebe dem "Geschäftsfeld Asyl und illegaler Migration" in Niederösterreich gezielt einen Riegel vor. Auch die ÖVP verweist auf sinkende Zahlen bei Asylanträgen und Personen in der Grundversorgung. Dadurch würden weniger Unterkünfte benötigt.