Ein brennender Holzstoß hat am Samstagnachmittag im Raum Zemling (Bezirk Hollabrunn) einen massiven Feuerwehreinsatz ausgelöst. Kurz vor 15 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren Zemling, Mühlbach und Hohenwarth alarmiert. Doch nur wenige Minuten später spitzte sich die Lage dramatisch zu.
In unmittelbarer Nähe wurde eine zweite Brandstelle entdeckt. Einsatzleiter Mario Hertlein reagierte sofort und erhöhte auf Alarmstufe 3. Neun Feuerwehren wurden alarmiert. Doch damit nicht genug: Innerhalb kürzester Zeit wurden zwei weitere Feuer entdeckt. Die Einsatzkräfte mussten plötzlich an vier verschiedenen Stellen gleichzeitig gegen die Flammen kämpfen.
Eine entscheidende Rolle spielten dabei die Drohneneinheiten aus Hollabrunn und Maissau. Sie verschafften den Einsatzkräften einen Überblick aus der Luft – und machten dabei eine brisante Entdeckung.
"Wir konnten uns nicht nur rasch einen Überblick über die gesamte Lage verschaffen, sondern mithilfe der Drohnen sogar einen fünften Brandherd entdecken, der vom Boden aus zunächst nicht erkennbar war", berichtet Christian Kloiber, Leiter der Drohnengruppe.
Wegen der immer größer werdenden Einsatzlage wurden drei weitere Feuerwehren nachalarmiert. Insgesamt standen schließlich elf Feuerwehren mit 25 Fahrzeugen und rund 136 Mitgliedern im Einsatz.
Drei Brandstellen konnten mit Tanklöschfahrzeugen rasch bekämpft werden. Deutlich schwieriger gestaltete sich der Brand eines größeren Rundholzlagers. Wegen des enormen Wasserbedarfs mussten die Einsatzkräfte eine eigene Zubringleitung aufbauen. Auch bei einer weiteren Brandstelle war eine sehr lange Löschwasserleitung nötig. Tanklöschfahrzeuge konnten dort nicht direkt zufahren.
Trotz der zunächst völlig unübersichtlichen Situation gelang es den Feuerwehrleuten, sämtliche Brände unter Kontrolle zu bringen. Besonders wichtig: Ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald konnte verhindert werden.
Bei dem Großeinsatz kam erstmals auch eine neu aufgestellte Unterstützungseinheit zum Einsatz. Sie half der örtlichen Einsatzleitung bei der Koordination der zahlreichen Einsatzstellen. Neben den elf Feuerwehren standen auch das Rote Kreuz und die Polizei im Einsatz.
Erst gegen 19 Uhr konnte an allen fünf Brandstellen "Brand aus" gegeben werden. Warum es nahezu gleichzeitig an mehreren Stellen brannte, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt. Auch Brandstiftung steht im Raum.