Seit September müssen viele Öffi-Nutzer in Niederösterreich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für VOR-KlimaTickets und Strecken-Jahreskarten wurden um 3,5 Prozent angehoben. Das KlimaTicket Region kostet seither 552 statt 533 Euro pro Jahr.
Für die Grünen Niederösterreich kommt die Erhöhung zur Unzeit. Verkehrssprecher und Landtagsabgeordneter Georg Ecker kritisiert vor allem die zusätzliche Belastung für Pendler und Familien.
"Für eine Spritpreisbremse beruft die Bundespolitik Sondersitzungen ein. Gleichzeitig erhöht die Landesregierung die Tickets für Pendler in Bus und Bahn", kritisiert Ecker. Die hohen Mobilitätskosten würden aus seiner Sicht zu einseitig auf die Spritpreise reduziert.
Besonders stößt sich der Grünen-Politiker am Zeitpunkt der Tariferhöhung. Seit 7. September ist die Wiener S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien Hauptbahnhof beziehungsweise St. Marx und Wien Praterstern gesperrt. Die Hauptsperre soll bis Ende Oktober 2027 dauern. Ecker fordert deshalb eine "Öffi-Preisbremse". Konkret verlangt er einen Preisdeckel für Tickets von VOR und NÖVOG sowie günstigere Tarife für Schüler, Studenten und Senioren.
Auch bei den Ausgaben des Landes will der Grüne eine andere Schwerpunktsetzung. Mehr Geld solle aus seiner Sicht in zuverlässige und leistbare öffentliche Verkehrsmittel fließen, statt in zusätzliche Straßenprojekte.
Den Verkehrs-Landesrat Udo Landbauer (FPÖ Niederösterreich) nimmt Ecker dabei direkt in die Pflicht. Dieser müsse dafür sorgen, dass die Kosten für Pendler nicht weiter steigen und die Finanzierung mit den Verkehrsverbünden geklärt werde.