Nach der Schließung der Asylunterkunft in Michelhausen im Bezirk Tulln werden in Niederösterreich drei weitere Quartiere aufgelöst. Betroffen sind Unterkünfte in Bruck an der Leitha, Schottwien im Bezirk Neunkirchen und St. Pölten. Der APA zufolge sind 20 bis 30 Bewohner von den Schließungen betroffen.
FPÖ-Landesrat Martin Antauer sieht darin eine Bestätigung des niederösterreichischen Kurses in der Asylpolitik. "Der Schutz unserer Bevölkerung hat für uns immer Vorrang und wir wollen Niederösterreich als Asylstandort so unattraktiv wie möglich machen", erklärt Antauer.
Er verweist dabei unter anderem auf die Sachleistungskarte sowie zusätzliche Meldepflichten. Seine Botschaft: "Wir schieben dem Geschäftsfeld Asyl und illegaler Migration gezielt einen Riegel vor."
Doch auch Koalitionspartner Volkspartei beansprucht die Entwicklung für sich. VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner führt die Schließungen auf die Asylpolitik des VP-Innenministers zurück. "Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der harten, konsequenten und damit gerechten Asylpolitik von Innenminister Gerhard Karner und der Volkspartei", so Zauner.
Nach Angaben der VPNÖ befinden sich derzeit rund 400 Asylwerber in Niederösterreich in Grundversorgung. Zauner verweist zudem auf bundesweit rund 4.900 Asylanträge sowie mehr als 7.000 Menschen, die Österreich verlassen hätten. Die niedrigen Zahlen seien für die ÖVP ein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Kurs wirke.