Unfreiwilliger Aufenthalt in den USA für den deutschen Finanzminister: Lars Klingbeil hängt in South Carolina fest. Der Vizekanzler wollte am Montagabend mit einem Airbus A350 der Flugbereitschaft der Bundeswehr vom Flughafen in Spartanburg zurückreisen.
An der Maschine wurde jedoch ein Schaden festgestellt. Sie muss repariert werden – und Klingbeil muss deshalb die Nacht im Hotel verbringen.
Für den Vizekanzler bedeutet das auch, dass er die Kabinettssitzung am Mittwochmorgen verpassen wird, schreibt der Spiegel. Dort soll sein Gesetzentwurf für die Reform der Einkommensteuer verabschiedet werden.
Klingbeil hatte geplant, gegen 12.30 Uhr eine Erklärung vor der Presse abzugeben.
Zuvor hatte Klingbeil am G20-Finanzministertreffen in Asheville, North Carolina, teilgenommen. Dabei sprach er mit seinen Amtskollegen unter anderem über Wege zu mehr wirtschaftlichem Wachstum.
Zu Beginn der Konferenz kam es zu einem Eklat, als der russische Finanzminister überraschend im Plenum erschien. Klingbeil setzte sich erfolgreich dafür ein, dass kein gemeinsames Foto mit dem russischen Politiker gemacht wurde.
Nach dem Treffen in Asheville reiste Klingbeil weiter nach South Carolina. Nun wird er wohl erst am Mittwoch zurück in Berlin sein – zu spät für die geplante Pressekonferenz zu seiner Steuerreform.