Horror-Heimfahrt für Fahrgäste auf dem Weg von Wien nach Gänserndorf! Am Freitagabend wollte "Heute"-Leser Max* (Name von der Redaktion geändert) mit der S-Bahn gegen 20.50 Uhr vom Wiener Praterstern in Richtung Gänserndorf fahren. Doch unterwegs kam es laut ihm zu einem technischen Gebrechen und die Fahrt nahm eine unangenehme Wendung.
Zwischen Leopoldsdorf und Wien-Süßenbrunn blieb der Zug zunächst stehen. Schließlich habe das Zugpersonal durchgesagt, dass der gesamte Zug aufgrund des technischen Problems ausgeschaltet werden müsse. Damit ging auch das Licht aus. Dann fingen die Probleme erst richtig an. "Es war eine absolute Ausnahmesituation! Wir saßen ungefähr eine Stunde lang in einem völlig dunklen Zug", erklärt Max im "Heute"-Talk.
Besonders brisant: Für den betroffenen Fahrgast war das besonders schwierig. Er berichtet, unter Klaustrophobie und Panikattacken zu leiden. Die lange Wartezeit im stehenden und dunklen Zug habe bei ihm große Angst ausgelöst. Auch Frauen und Kinder hätten sich zu diesem Zeitpunkt im Zug befunden.
Doch selbst nachdem die Fahrgäste den Zug verlassen konnten, war die Heimreise noch nicht vorbei. Laut dem Leser mussten sie anschließend auf einen Schienenersatzverkehr warten. Zunächst sei lediglich ein Bus zur Verfügung gestanden. In Deutsch-Wagram folgte die nächste Wartezeit: Dort hätten Fahrgäste nochmals rund 15 Minuten auf einen weiteren Bus warten müssen, der sie schließlich in Richtung Gänserndorf brachte.
Auf "Heute"-Nachfrage bestätigt die ÖBB die technische Störung am Freitagabend. Betroffen war demnach das Zugmanagementsystem der S1. "Die Prüfung der Störung hat leider etwas Zeit in Anspruch genommen", so der Pressesprecher.
Um den Fahrgästen die Weiterfahrt zu ermöglichen, sei schließlich entschieden worden, mit dem defekten Zug nach Leopoldau zurückzufahren. Dort konnten die Reisenden in einen anderen Zug Richtung Gänserndorf umsteigen.
Dieser sei laut ÖBB acht Minuten nach der Ankunft des defekten Zuges abgefahren. Ab Deutsch-Wagram wurde die Verbindung planmäßig mit Bussen im Schienenersatzverkehr fortgeführt.
Das Unternehmen entschuldigt sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten und will das Feedback an die zuständigen Mitarbeiter weitergeben, um die Abläufe bei derartigen Störungen zu verbessern. Die Dunkelheit lag jedoch nicht an einem Stromausfall.