Post-Ärger für eine Wienerin! "Heute"-Leserin Emily* (Name von der Redaktion geändert) forderte Ende September wichtige Unterlagen per Express-Sendung an. Am 29. September erreichte der Brief zwar ihr Wohnhaus, in die Hände der Wienerin gelangte er jedoch nicht. Das Problem: Der Zusteller hinterlegte die Sendung in einer Empfangsbox. Einen Abholschein oder eine andere Information darüber, wo sich der wichtige Brief befindet, erhielt Emily nach eigenen Angaben allerdings nicht.
"Ich habe sofort den Kundenservice kontaktiert. Dort sagte man mir, ich solle abwarten", erzählt Emily. Mehrere Tage wartet die Betroffene mittlerweile auf eine Lösung – bislang vergeblich.
"Für mich ist es völlig unverständlich, wie eine Express-Sendung einfach ohne Benachrichtigung abgelegt werden kann und der Kunde anschließend mehrere Tage selbst hinterherlaufen muss", ärgert sich die Wienerin. Besonders enttäuschend sei für sie, dass sie für die Express-Sendung fast 13 Euro bezahlt habe.
Besonders brisant: Bei den Unterlagen handelt es sich um eine von einer Dolmetscherin beglaubigte und übersetzte Version ihrer Geburtsurkunde. Die Wienerin hat derzeit ein Staatsbürgerschaftsverfahren laufen und muss dafür ihre Dokumente fristgerecht einreichen.
Gegenüber "Heute" erklärte ein Pressesprecher der Post, dass es zu einem "menschlichen Fehler" gekommen sei. Demnach habe der Zusteller die Sendung irrtümlich in einer Postempfangsbox auf einer anderen Stiege hinterlegt. Der Zusteller habe den Fehler mittlerweile bemerkt und sämtliche Postempfangsboxen vor Ort kontrolliert – allerdings ohne Erfolg. Von der Sendung fehlt somit weiterhin jede Spur.
Die Post wolle nun weiterhin alles daransetzen, den Fehler zu korrigieren. Gleichzeitig entschuldigt sich das Unternehmen bei der Empfängerin für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Für die weitere Abklärung hinsichtlich Haftung und möglichem Kostenrückersatz soll sich die Wienerin direkt an den Absender wenden.
Im "Heute"-Talk zeigt sich Emily verärgert. Sie müsse Fristen einhalten und habe bereits viel Geld und Arbeit in das Verfahren investiert. Ihren Berechnungen zufolge liegen die bisherigen Ausgaben mittlerweile im vierstelligen Bereich. Nun hofft die Wienerin auf Kulanz seitens der MA 35 und darauf, dass die verspätete Einreichung der Unterlagen aufgrund der Probleme bei der Zustellung akzeptiert wird.