Prozess nach einem spektakulären Einbruchsdiebstahl in der etwas außerhalb von Maissau (Hollabrunn) liegenden „Amethyst Welt“: Laut Anklage war ein drei Mal einschlägig vorbestrafter Marokkaner (40) am 22. Dezember 2017 um 4.10 Uhr mit zwei weiteren noch unbekannten Tätern in das Museum eingebrochen. Die Bande ging dabei hochprofessionell vor. So wurden etwa offenbar bewusst die Mobiltelefone schon vor Betreten des Tatorts ausgeschaltet.
Dennoch: Eine Vitrine konnte die Bande zwar aufbrechen (Beute: ein 1.470 Euro teures Bergkristallschliffmuster), beim Versuch, mit Spitzhacken zwei Mio. Euro teure Bergkristall-Diamanten aus einem Panzerglas-Schaukasten zu stehlen, scheiterte sie jedoch. Als auch noch die Alarmanlage anging, ergriffen die Täter die Flucht.
Bei der Tatortarbeit wurde ein gebrauchtes Taschentuch gefunden, im Zuge des Abgleichs mit der internationalen DNA-Datenbank ergab sich eine Übereinstimmung mit dem DNA-Profil des 40-jährigen Verdächtigen.
Der Angeklagte, vertreten von Anwalt Nikolaus Rast von der Kanzlei Rast & Musliu, gab an, aus „touristischen Zwecken am Tatort gewesen zu sein“, er muss sich am Freitag vor Gericht in Korneuburg wegen schweren Einbruchsdiebstahls verantworten. „Mein Mandant wird sich nicht schuldig bekennen“, so Rast. Es gilt die Unschuldsvermutung.