Emptionale Worte

"Papa war kaum da" – Maffay-Sohn spricht über Kindheit

Peter Maffay gehört zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands. Doch während Millionen Fans ihn auf der Bühne feierten, vermisste ihn sein Sohn.
05.11.2026, 05:21
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Für Millionen Menschen ist Peter Maffay eine lebende Legende. Für seinen Sohn Yaris war er vor allem eines: Papa.

Doch genau dieser Papa war während seiner Kindheit häufig unterwegs. Konzerte, Tourneen und berufliche Verpflichtungen bestimmten den Alltag des Rockstars.

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Yaris wuchs größtenteils mit seiner Mutter Tania Spengler auf Mallorca auf. Dass sein Vater oft fehlte, hat ihn lange beschäftigt.

"Mein Vater war nicht viel da"

Im Interview mit der "Neuen Presse" spricht der 22-Jährige über die schwierigen Seiten seiner Kindheit: "Mein Vater war nicht viel da, er hat bei Aufführungen gefehlt oder wenn man ihn gebraucht hat", erzählt Yaris.

Während andere Kinder ihre Väter regelmäßig zu Hause erlebten, musste er häufig auf gemeinsame Zeit verzichten. Dass ihn das damals belastete, hat der junge Musiker auch in früheren Gesprächen deutlich gemacht.

Inzwischen blickt er allerdings anders auf die Vergangenheit.

"Er hat sein Bestes gegeben"

Erst als Yaris selbst begann, Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen, verstand er, wie viel Zeit und Energie dieser Beruf tatsächlich beansprucht.

"Aber man kann ihm nicht vorwerfen, dass er nicht alles gegeben hat, was er konnte", erklärt er über seinen Vater.

Peter Maffay habe seine Zuneigung vor allem dadurch gezeigt, dass er für seine Familie sorgte: "Wenn es wirklich darauf ankam, war er da. Er hat sein Bestes gegeben", sagt Yaris.

Worte, die zeigen, wie sehr sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn inzwischen verändert hat.

Gefühle aussprechen fällt beiden schwer

Auch über ihre Schwierigkeiten, miteinander über Gefühle zu sprechen, haben die beiden Musiker bereits offen geredet.

Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärte Yaris, dass weder er noch sein Vater besonders gut darin seien, Emotionen in Worte zu fassen.

Stattdessen sei Musik für beide ein wichtiger Weg, Gefühle auszudrücken: "Aber ich liebe ihn abgöttisch", stellte der 22-Jährige klar.

Seine besondere Verbindung zu Peter Maffay hat er inzwischen sogar in einem eigenen Lied verarbeitet.

Sohn widmet Papa einen Song

Der Titel des Songs könnte kaum passender sein: "Papa".

Darin verarbeitet Yaris seine Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit und das, was er von seinem Vater gelernt hat. Besonders emotional wurde es, als die beiden das Lied gemeinsam auf der Bühne präsentierten. Für Peter Maffay war die musikalische Liebeserklärung seines Sohnes eine Überraschung.

Gegenüber "Bunte" erklärte der Rockstar, dass ihm das Lied große Freude bereitet habe. "Wir haben ein sehr schönes Verhältnis, wir beide", schwärmte er.

Bei seiner Tochter will Maffay mehr Zeit haben

Dass die Familie in seinem Leben heute eine noch größere Rolle spielt, hat Peter Maffay mehrfach betont.

Mit seiner Ehefrau Hendrikje Balsmeyer (39) und der gemeinsamen Tochter Anouk (8) lebt der Musiker am Starnberger See.

Nach seiner großen Abschiedstournee wollte er bewusst kürzertreten, um mehr Zeit für seine Liebsten zu haben.

Ganz von der Bühne verabschieden kann sich der 77-Jährige allerdings nicht. Für 2027 sind bereits weitere gemeinsame Auftritte mit Johannes Oerding geplant.

Sein Sohn Yaris geht unterdessen seinen eigenen musikalischen Weg.

red, 05.11.2026, 05:21