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Papst-OP verlief komplizierter als geplant

Eigentlich hätte Papst Franziskus minimalinvasiv am Darm operiert werden sollen. Doch der Eingriff musste größer ausfallen als ursprünglich geplant. 
20 Minuten
06.07.2021, 15:28

Die Darm-Operation bei Papst Franziskus ist Berichten zufolge komplizierter verlaufen als gedacht. Der Eingriff sei ursprünglich mittels der sogenannten Schlüssellochchirurgie geplant gewesen, berichteten mehrere italienische Medien am Dienstag. Bei solchen minimalinvasiven Verfahren werden eine Kamera und die benötigten Instrumente über kleine Einschnitte im Bauchraum zu der zur operierenden Stelle geführt.

Wegen einer Narbe von einer früheren Operation im Bauch, mussten die Ärzte den Berichten zufolge schliesslich eine Laparotomie beim Papst vornehmen, also einen chirurgischen Eingriff, bei dem die Bauchhöhle geöffnet wird. Gesundheitsexperten zufolge ist es nicht unüblich, während eines Eingriffs die Operationsmethode zu wechseln.

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Bei der dreistündigen OP, im Gemelli-Universitätskrankenhaus in Rom, war Franziskus am Sonntag ein Stück des Dickdarms entfernt worden. Dies war nötig geworden, weil der Papst an einer Stenose infolge einer Divertikulitis litt. Dabei handelt es sich um eine Verengung des Darms infolge einer mitunter schmerzhaften Entzündung der sogenannten Divertikel (Ausstülpungen der Darmwand).

Angelus-Gebet vom Spitalfenster aus?

Nach Angaben des Vatikans verlief der Eingriff erfolgreich. Der Papst sei in einem «guten Zustand», wach und könne selbständig atmen, hieß es am Montag. Der Pontifex wird voraussichtlich eine Woche in der Gemelli-Klinik bleiben. Er ist dort im selben Krankenzimmer untergebracht wie einst Papst Johannes II., der sich mehrere Male in dem Universitätskrankenhaus operieren ließ. Sollte Franziskus sich wie erwartet weiter im Spital erholen, könnte er dem Vorbild von Papst Johannes II. folgen und das Angelus-Gebet am Sonntag vom Fenster seines Zimmers, im zehnten Stock der Klinik, aus sprechen.

Franziskus hatte bereits in der Vergangenheit wegen gesundheitlicher Probleme einige öffentliche Auftritte absagen müssen. Dem in Argentinien geborenen Papst war im Alter von 21 Jahren nach einer Rippenfellentzündung ein Teil seiner Lunge entfernt worden. Ausserdem leidet er seit einiger Zeit an Ischias-Beschwerden und hat Hüftprobleme.