"Hilf dem geliebten ukrainischen Volk auf dem Weg zum Frieden und ergieße dein österliches Licht über das russische Volk. Tröste die Verwundeten und diejenigen, die durch den Krieg geliebte Angehörige verloren haben, und lass die Gefangenen sicher zu ihren Familien zurückkehren. Öffne die Herzen der gesamten internationalen Gemeinschaft, damit sie sich für die Beendigung dieses Krieges und aller Konflikte einsetzt", sagte Papst Franziskus bei den traditionellen Feierlichkeiten am Ostersonntag. Zu seiner Osterbotschaft waren etwa 100.000 Gläubige auf dem Petersplatz in Rom versammelt.
Die Kriege und das Leid der Welt prägten das gesamte Osterfest im Vatikan. Der Papst rief dazu auf "Konflikte und Spaltungen zu überwinden" und betete für Kriegs- und Krisengeplagte Regionen wie etwa den Libanon, Haiti und den Süd-Sudan. Auch das Thema Migration wurde vom Papst angesprochen. Er hoffe, dass Tunesien und alle Menschen, die unter sozialen und wirtschaftlichen Problemen leiden, die Hoffnung nicht verlieren und gemeinsam am Aufbau einer Zukunft in Frieden arbeiten.
Wegen der Osterfeierlichkeiten wurden in Rom strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Anti-Terror-Einheiten und Spezialkräfte überwachen während der gesamten Feierlichkeiten das Gelände rund um den Vatikan. Rund um den Petersplatz wurden Absperrungen errichtet und mit Metalldetektoren ausgestattet. Gläubige können vom Petersplatz auf die Zeremonie auf Bildschirmen verfolgen.
Papst Franziskus war erst vor wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo er wegen einer infektiösen Bronchitis behandelt worden war. Bei der traditionellen Kreuzweg-Prozession in Rom am Karfreitag ließ sich das Oberhaupt der weltweit 1,3 Milliarden Katholiken dann erstmals vertreten. Die Karfreitagsliturgie leitete Franziskus aber. Auch feierte er am Samstag mit rund 8.000 Gläubigen im Petersdom die Osternacht.