Zwischen Weihnachten und Neujahr war es auf der Innsbrucker Nordkette zu einem verheerenden Waldbrand gekommen. Betroffen war ein Berghang in einem schwer zugänglichen Gebiet östlich der Höttinger Alm und südwestlich der Seegrube auf rund 1.500 Meter Höhe.
Auslöser des Feuers war ein zwölfjähriger Bub. Dieser soll während einer Wanderung mit seiner Familie am 27. Dezember pyrotechnische Gegenstände gezündet haben. In weiterer Folge geriet eine Wiese in Brand.
Zunächst versuchte die Familie noch, das Feuer zu löschen. Aufgrund von Trockenheit und hohem Grasbewuchs war dies in dem steilen Gelände jedoch aussichtslos. Daher setzte der Vater einen Notruf bei der Feuerwehr ab. Im Anschluss verließ die Familie den Brandort.
Erst am nächsten Tag meldeten sich Vater und Sohn bei der Polizei. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits mehrere Kräfte der Innsbrucker Berufsfeuerwehr und weitere Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. Unterstützt wurden sie in ihrem dreitägigen Kampf gegen die Flammen von Hubschraubern.
Wie der "ORF Triol" berichtet, wird der Vorfall keine Konsequenzen für die Familie haben. Die Staatsanwaltschaft sah beim Vater keine Grundlage für eine Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung. Der Bursch sei aufgrund seines Alters sowieso strafmündig.
Ganz aus dem Schneider ist die Familie jedoch nicht. Auf Nachfrage des "ORF Tirol" gab die Stadt Innsbruck bekannt, dass man noch keine Entscheidung bezüglich einer möglichen Schadenersatzforderung getroffen habe. In der kommenden Woche könnte es hier endlich Klarheit geben.