Jetzt wird es für Theatermacher Paulus Manker ernst: Die Staatsanwaltschaft Wien hat Anklage gegen den Regisseur erhoben. Im Zentrum steht ein Streit um die Einnahmen seiner erfolgreichen Produktion "Alma – A Show Biz ans Ende", die im Südbahnhotel aufgeführt wurde.
Laut Anklage soll Manker die Einnahmen aus dem Kartenverkauf nicht wie vertraglich vereinbart auf das Konto der S&W Kulturmanagement GmbH überweisen haben lassen. Stattdessen sollen die Gelder auf Konten der Alma Theaterproduktion GmbH und später des Vereins "Kulturaktiv – Verein zur Förderung von Kunstaktivitäten" geflossen sein. Dadurch soll sich der Regisseur um rund 350.000 Euro bereichert haben.
Doch damit nicht genug: Manker soll im Jahr 2023 auch Vermögen der Alma Theaterproduktion GmbH beiseitegeschafft und damit die Befriedigung von Gläubigern vereitelt haben. Im August 2024 wurde über die Gesellschaft, deren Geschäftsführer Manker war, ein Konkursverfahren eröffnet.
Die S&W Kulturmanagement GmbH, früher Südbahnhotel Kultur GmbH, sollte laut Vereinbarung die Einnahmen verwalten und nach Abzug der Produktionskosten aufteilen.
Der Regisseur selbst weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Gegenüber dem ORF erklärte er: "Die gegen mich erhobenen Vorwürfe weise ich in Gänze und entschieden zurück. Sie sind unbegründet, ich habe mich stets an Recht und Gesetz gehalten. Sämtliche Einnahmen haben ausschließlich und nachweislich zur Finanzierung meiner Theaterproduktionen gedient", heißt es im ORF.
Die Theaterära im Südbahnhotel endete Ende 2024 mit einer Zwangsräumung. Diese verursachte Kosten in Höhe von 96.000 Euro. Die S&W hatte in der Vergangenheit als Privatbeteiligte rund 427.000 Euro Schadenersatz gefordert.