Ein 85-jähriger Franzose wollte lediglich einen kurzen Arztbesuch erledigen – doch seine Autofahrt endete fast quer durch Europa: Nach 20 Stunden und rund 1.500 Kilometern kam der Pensionist nicht etwa im rund 25 Kilometer entfernten Airvault, sondern im fernen Kroatien an.
Der Mann aus Châtillon-sur-Thouet im Département Deux-Sèvres war vergangene Woche spurlos verschwunden. Als er zu einem vereinbarten Treffen nicht erschien und Nachbarn seine Abwesenheit bemerkten, verständigten sie die Polizei. "So ein Verhalten sei für den Pensionisten untypisch", berichtete die belgische Zeitung Nieuwsblad.
Polizei und Rettungskräfte durchsuchten das Haus des Mannes – ohne Erfolg. Schließlich gelang es den Beamten, ihn über sein Mobiltelefon zu erreichen. Zu ihrer Überraschung erklärte der 85-Jährige, dass er sich in einem Hotel in Kroatien befinde, berichtet "Focus".
Trotz der langen Irrfahrt blieb der Mann unverletzt. Ganze 20 Stunden soll die abenteuerliche Fahrt gedauert haben. Nun muss sich seine Familie darum kümmern, ihn wieder nach Frankreich zurückzubringen.
Wie es zu der Verirrung kommen konnte, ist weiterhin ein Rätsel. Gegenüber dem französischen Sendernetzwerk Ici zeigte sich der Mann selbst völlig fassungslos: "Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte." Er betonte, nie unter Orientierungslosigkeit oder kognitiven Problemen gelitten zu haben. Die Hintergründe seiner kuriosen Reise bleiben ungeklärt.