Kampf um SPNÖ-Vorsitz

"Persönlich sehr enttäuscht": Jetzt spricht Hergovich

Dass der Antritt von Königsberger-Ludwig zuerst über Medien "und nicht in unseren Gremien kommuniziert wird, hat mich persönlich sehr enttäuscht".
Erich Wessely
13.04.2026, 13:42
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nun meldet sich auch der amtierende SPNÖ-Landesparteivorsitzende Sven Hergovich zu Wort – ebenfalls mit einem Schreiben an die Mitglieder des Landesparteivorstandes.

"Wie viele von euch habe auch ich aus den Medien erfahren, dass es eine Gegenkandidatur zu meiner Kandidatur um den Vorsitz unserer Landespartei geben soll. Jedes Mitglied unserer Bewegung hat selbstverständlich das Recht, zu kandidieren. Dass eine solche Entscheidung allerdings zuerst über Medien und nicht in unseren Gremien kommuniziert wird, hat mich persönlich sehr enttäuscht. Das halte ich für den falschen Weg", betonte Hergovich.

"Hinterrückstelefonate"

Gerade in herausfordernden Zeiten brauche es Geschlossenheit, Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt. "Öffentliche Debatten über parteiinterne Fragen oder Hinterrückstelefonate tragen nicht zur Stärkung unserer Bewegung bei. Interne Angelegenheiten gehören intern geklärt: offen, transparent und freundschaftlich."

"Für mich war immer klar, dass ich kandidiere"

"Für mich war immer klar, dass ich kandidiere. Nicht aus persönlichem Ehrgeiz, sondern aus Verantwortung. Mein Ziel ist eindeutig: 2028 Schwarz-Blau in Niederösterreich zu beenden und unser Bundesland wieder sozial, gerecht und zukunftsorientiert zu gestalten."

Weiter sagt der Landesparteichef: "Unsere Landespartei liegt seit Monaten in den Umfragen stabil über der Bundespartei – teilweise um mehrere Prozentpunkte. Das ist kein Grund, sich zurückzulehnen. Mein Anspruch ist es, Wahlen zu gewinnen. Aber diese Zahlen zeigen, dass wir als SPÖ Niederösterreich auf einem soliden Fundament stehen. Dieses Fundament haben wir gemeinsam erarbeitet – mit unserer Frauenorganisation, der Gewerkschaft, dem GemeindevertreterInnenverband, dem Landtagsklub, unseren Abgeordneten sowie den Orts- und Bezirksparteien und all unseren Mitgliedern."

Und: "Mit unserem Niederösterreich-Plan haben wir ein klares inhaltliches Angebot gelegt. Wir arbeiten tagtäglich an konkreten Verbesserungen für die Menschen in unserem Land. Darauf kommt es an: auf Inhalte, auf Glaubwürdigkeit, auf Zusammenhalt und auf Zusammenarbeit.   Daran arbeite ich und daran möchte ich weiterarbeiten."

Schon am Mittwoch Sitzung

Wie es jetzt weitergeht? "Um die aktuelle Situation offen, intern und nicht über die Medien zu besprechen, habe ich soeben das Landesparteipräsidium sowie alle Bezirksparteivorsitzenden zu einer Sitzung des erweiterten Landesparteipräsidiums am Mittwoch um 15:00 Uhr eingeladen. Dort werden wir unsere Vorstandssitzung gemeinsam vorbereiten. Lasst uns miteinander reden – nicht medial übereinander."

{title && {title} } wes, {title && {title} } 13.04.2026, 13:42
Jetzt E-Paper lesen