Peschek & Barisic wehren sich gegen Schmid-Kritik

Links Präsidentschaftskandidat Roland Schmid, rechts die beiden Geschäftsführer: Zoran Barisic (Sport), Christoph Peschek (Wirtschaft).
Links Präsidentschaftskandidat Roland Schmid, rechts die beiden Geschäftsführer: Zoran Barisic (Sport), Christoph Peschek (Wirtschaft).Bild: GEPA-pictures.com
Der Rapid-Wahlkampf biegt auf die Zielgerade und wirbelt im Klub immer mehr Staub auf. Die Geschäftsführer der Wiener wehren sich nun gegen die Kritik von Kandidat Roland Schmid.
Am 25. November wird der neue Präsident von Rapid gewählt. Zwei Kandidaten und ihre Listen sind noch im Rennen um die Nachfolge von Michael Krammer. Martin Bruckner und Roland Schmid befinden sich mitten im Wahlkampf. Die beiden Kandidaten gelobten saubere Methoden.

Beide stellten in "Heute" ihre Konzepte ausführlich vor. Beide stellten sich unserem Wordrap (Videos unten im Artikel) und gewährten dabei erstmals Einblick, wie sie privat ticken. Mit ihren Aussagen über den jeweiligen Gegner blieben sie bisher stets über der Gürtellinie. Rund um die Kandidaten droht der Wahlkampf aber zusehends schmutziger zu werden.

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Wie am Donnerstag berichtet, positionierte sich Ex-Boss Rudolf Edlinger deutlich. Rapid sei "nichts für Glücksritter", sagte er im "Kurier". Er wolle "die Leute von der Liste Schmid" nicht persönlich angreifen. Sie seien "in der Wirtschaft erfolgreich", hätten aber "keine Ahnung von Rapid". Jene sieben Rapid-Legenden, die sich im Vorfeld klar für Schmid ausgesprochen hatten, reagierten mit klaren Worten. Eine der Kernaussagen: "Seine Aussagen zum Team Grün-Weiß sind Wahlkampf, nicht aber Fairplay." Das vollständige Statement findet ihr HIER.

Geschäftsführer aufgebracht



Das nächste brisante Statement ließ nicht lange auf sich warten. Am Freitagmorgen reagieren die beiden aktuellen Rapid-Geschäftsführer, Christoph Peschek (Wirtschaft) und Zoran Barisic (Sport), in der "APA" auf Kritik von Roland Schmid. Wenngleich im Artikel betont wird, dass beide "neutral" seien, rund um die Wahl keine Stellung beziehen werden.

Barisic nimmt dabei Trainer Didi Kühbauer in Schutz. Schmid attestierte Rapid fehlende sportliche Entwicklung unter seiner Leitung. Peschek verteidigt sich gegen den Vorwurf, Rapid trete überheblich auf.

Schmid gab Barisic für den Fall seiner Wahl zum Boss eine Jobgarantie. Vor einigen Monaten war er noch anderer Meinung, habe sich aber durch gute Arbeit des Sportlichen Leiters überzeugen lassen. Von "Heute" auf die Zukunft von Peschek angesprochen, antwortete Schmid vor gut einer Woche: "Er steht derzeit nicht zur Diskussion. Ich schließe aus, dass sein Job ausgeschrieben wird."

Die Schmid-Kritik



Schmids bei "Heute" über Kühbauer:

"Ich will ihn nicht kritisieren, er hat gute Ideen, ist ein Ur-Rapidler. Aber ich kann auch unter ihm keine Fortschritte erkennen. Er hat einen Punkteschnitt von 1,62. Djuricin hatte 1,73. Das sind Fakten. Ich habe auch noch nicht herausgefunden, wann die Mannschaft bereit ist zu kämpfen und wann nicht."

Schmid bei "Sport und Talk" auf "Sky" über die Überheblichkeit:

"Es kann nicht sein, dass wir an allen Ecken und Enden verbrannte Erde hinterlassen. Im Ernstfall kämpfen wir für den österreichischen Fußball. Das Tür-Zuschlagen halte ich nicht für richtig. Wir stehen für Offenheit und Transparenz. Sicher hat Rapid eine Macht, aber es darf nie so weit gehen, dass es keine Gesprächsbasis gibt."

Schmid bei "Heute" über die Überheblichkeit:

"Rapid ist ein bisschen für Überheblichkeit bekannt. Das habe ich als Sponsor selbst erlebt. Es geht darum, auf Augenhöhe zu kommunizieren."

Barisic und Peschek über Kritik



Barisic kontert bei der "APA":

"Ich sehe schon eine positive Entwicklung. Didi Kühbauer ist in einer sehr, sehr schwierigen Phase des Klubs gekommen."

"Es gibt auch verschiedenste Statistiken, die nur zum Teil wichtig sind für mich, die aber belegen, dass es schon große Unterschiede gibt." Der bessere Punkteschnitt im Vergleich zum Vorjahr wird angeführt. Junge Spieler hätten Verletzungen gut kompensiert. "Deshalb würde ich schon meinen, dass ich eine positive Entwicklung sehe."

"Heute" machte vergangene Woche den großen Check (HIER). Kühbauer gegen Djuricin: Wer ist der bessere Coach? Den Artikel mit der Analyse gibt Barisic in Sachen Punkteschnitt recht. Unter Kühbauer erzielt Rapid im Schnitt zudem deutlich mehr Tore. Bei anderen Werten hat hingegen Djuricin die Nase vorne. Das Plus bei Ballbesitz, Pässen, Passquote lässt die verschiedenen Ansätze der beiden Coaches erkennen.

Peschek kontert bei der "APA" den Vorwurf der Überheblichkeit:

Es herrsche ein hervorragendes Verhältnis zum ÖFB und zur Bundesliga, mit den anderen Klubs gebe es "ein gutes, konstruktives Miteinander". Unterschiedliche Interessen vertrete man nötigenfalls vehement.

"Wenn die Kritik ist, Rapid ist zu hart aufgetreten, dann nehme ich das zur Erkenntnis, erwarte aber gleichzeitig schon auch die Feststellung, dass es gelungen ist, dass wir die TV-Gelder verdoppelt haben, dass wir bei den Leihspielern eine Regelung gefunden haben und dass beim Strafenkatalog wie auch bei den Kollektivstrafen eine signifikante Veränderung stattgefunden hat."

Roland Schmid im "Heute"-Wordrap:

Wordrap mit Roland Schmid
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Martin Bruckner im "Heute"-Wordrap:

Wordrap mit Martin Bruckner
Wordrap mit Martin Bruckner






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