Direkt hinter dem Strandbad Velden liegt das "Ristorante Rialto". Jetzt kämpft die Betreiberin des italienischen Lokals um die Zukunft ihres Betriebs. Über das Vermögen von Maljbina Murtezani wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Laut Insolvenzantrag belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 183.400 Euro. Fünf Mitarbeiter sind derzeit im Betrieb beschäftigt.
Auf Facebook beschreibt Murtezani, was die Gastronomie für sie bedeutet: "Ein Restaurant zu führen bedeutet nicht nur, Tische zu decken. Es bedeutet, jeden Tag eine kleine Welt zu erschaffen, in der Menschen glücklich sind."
Seit 2024 führt Murtezani die Pizzeria in der Bahnhofstraße in Velden. Auf der Webseite werden unter anderem Salate, Antipasti, hausgemachte Pasta, Fleischgerichte, Fisch und handgefertigte Pizzen angeboten.
Ausgerechnet dieser Stammbetrieb soll laut Insolvenzantrag wirtschaftlich nachhaltig positiv gelaufen sein. Die finanziellen Probleme werden vielmehr auf zwei zusätzliche Saisonbetriebe zurückgeführt.
Murtezani betrieb auch einen Standort im Strandbad Neumarkt sowie während der Wintersaison das "Ristorante Rialto" im Chalets Lachtal.
Laut Insolvenzantrag fuhren die beiden externen Saisonbetriebe massive Verluste ein. Gleichzeitig banden sie hohe finanzielle, personelle und logistische Ressourcen. Auch der Fahraufwand zwischen Kärnten und der Steiermark soll sich negativ auf die wirtschaftliche Situation ausgewirkt haben.
Die Konsequenz: Die Nebenbetriebe werden geschlossen. Zudem wurden ein Personalabbau und der Verkauf von Inventar als Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet.
Der Fokus liegt nun ganz auf dem Stammbetrieb hinter dem Strandbad Velden. Murtezani gibt im Insolvenzantrag an, den rentablen Kernbetrieb retten zu wollen. Geplant sind deshalb sowohl die Fortführung des Restaurants als auch der Abschluss eines Sanierungsplans.