Schon wieder ein schwerer Verkehrsunfall in Lassee (Bezirk Gänserndorf, NÖ): Am Montagnachmittag wurden die Einsatzkräfte gegen 16 Uhr zum Erholungsgebiet auf Höhe der Triebwerkbrücke gerufen – unweit jener Stelle, an der es erst am Samstag zu einem schweren Motorradunfall gekommen war ("Heute" berichtete).
Ein Pkw-Lenker war mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen. Danach dürfte der Wagen rund 150 Meter quer durch einen Acker geschlittert sein, entwurzelte einen Baum und kam schließlich im Stempfelbach zum Stillstand.
Beim Eintreffen der Feuerwehr bot sich den Einsatzkräften ein heftiges Bild: Das Auto lag massiv beschädigt im Bach. Der Lenker konnte sich zwar noch selbst aus dem völlig demolierten Wagen befreien, schaffte es aber nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Wasser.
Die Feuerwehrleute retteten den Mann aus dem Bach. Anschließend wurde er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Hainburg gebracht. Der ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber Christophorus 9 konnte ohne Patienten wieder abheben.
Bevor der zerstörte Pkw geborgen werden konnte, mussten die Feuerwehrleute den Zugang zum Fahrzeug freimachen. Mit Wathosen stiegen sie in den Bach und entfernten abgerissene Fahrzeugteile, Äste, Baumstämme und Gestrüpp. Zusätzlich wurde eine Ölsperre errichtet, um eine Verunreinigung des Gewässers zu verhindern.
Mit Seilwinde und der Unterstützung eines Teleskopladers eines Feuerwehrmitglieds wurde der komplett zerstörte Pkw schließlich aus dem Stempfelbach gezogen und verladen.
Im Einsatz standen neben der Feuerwehr Lassee auch die Feuerwehren Breitensee und Marchegg, die Polizei Lassee sowie der Rettungsdienst. Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet.