Eigentlich sollte es ein glamouröser Abend im Königlichen Schloss von Stockholm werden. Am 19. Oktober empfingen König Carl Gustaf (80) und Königin Silvia (82) den singapurischen Präsidenten Tharman Shanmugaratnam und dessen Ehefrau zu einem feierlichen Staatsbankett.
Auch Prinzessin Madeleine war dabei. In einem eleganten roten Abendkleid, mit funkelndem Diadem und einer historischen Halskette zog die 44-Jährige die Blicke auf sich.
Doch aufmerksamen Beobachtern fiel plötzlich etwas auf: Das Schmuckstück, das Madeleine auf den offiziellen Fotos noch getragen hatte, war beim anschließenden Bankett nicht mehr zu sehen.
Schnell stellte sich die Frage, was mit dem wertvollen Collier passiert war.
Immerhin handelte es sich nicht um irgendeine Halskette. Madeleine trug ein historisches Schmuckstück aus dem Besitz der schwedischen Königsfamilie.
Die mit Rubinen und Diamanten besetzte Kette gehört zu einem königlichen Schmuckensemble, dessen Geschichte bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht.
Dass die Prinzessin ein solches Juwel mitten während eines offiziellen Empfangs ablegte, sorgte deshalb für Verwunderung.
Auf Nachfrage schwedischer Medien lieferte der Königshof schließlich eine überraschend alltägliche Erklärung.
Die schwere Halskette war für Madeleine schlicht zu unbequem geworden. Der Verschluss drückte, außerdem bestand die Gefahr, dass das Schmuckstück den empfindlichen Stoff ihres roten Abendkleides beschädigen könnte.
Die Prinzessin entschied sich deshalb, das Collier abzulegen.
Von einem verschwundenen oder gar gestohlenen Schmuckstück konnte also keine Rede sein.
Das Schmuckstück hat eine besondere Vergangenheit: Die Kombination aus Rubinen und Diamanten geht auf ein Hochzeitsgeschenk des britischen Königs Edward VII. und Königin Alexandra an Prinzessin Margareta von Connaught zurück.
Die historische Kostbarkeit kann in unterschiedlichen Varianten getragen werden – unter anderem als Halskette oder Diadem.
An diesem Abend entschied sich Madeleine allerdings für mehr Tragekomfort statt zusätzlichen königlichen Glanz.