Im Biopic "Bruno – Der junge Kreisky" (ab 1. Oktober im Kino) beleuchtet Regisseur Harald Sicheritz die Anfangsjahre des prägendsten Bundeskanzlers der Zweiten Republik. In Rückblenden zeigt der Film, wie Bruno Kreisky, gespielt von Nils Arztmann, in den 30er Jahren zum Widerstandskämpfer wird.
Er stammt aus wohlhabendem, jüdischem Elternhaus, will aber er nichts lieber, als zur Sozialistischen Arbeiterjugend. Dort empfängt man ihn allerdings nicht gerade mit offenen Armen – dreimal wird er zuerst weggeschickt.
Bei einem internationalen Jugendtreffen begegnet Kreisky dann Adele Holzer (Maya Unger). Als er sie auf der Bühne singen hört, verliebt er sich sofort. Die junge Frau ist überzeugte Sozialdemokratin und politisch ebenso engagiert wie er. Ihr Mut und ihre klare Haltung beeinflussen ihn stark. Auch sein Blick auf Frauenrechte und Gleichstellung verändert sich durch sie.
Kreisky will seine heimliche Geliebte davon überzeugen, sich aus politischen Aktionen herauszuhalten. Doch Adele hält ihm vor, dass er selbst regelmäßig verbotene Reisen unternimmt. Eines Morgens steht die Geheime Staatspolizei vor der Tür: Kreisky wird wegen Hochverrats festgenommen. Seine Familie reagiert fassungslos.
Kreisky besitzt zwei Reisepässe, einer davon ist schlecht gefälscht, was ihm zum Verhängnis wird. Im Gefängnis teilt er sich mit zwei Männern eine Zelle, die politisch kaum weiter von ihm entfernt sein könnten: dem Kommunisten Rudolf Auerhahn (Lucas Englander) und dem Nationalsozialisten Josef Weninger (Thomas Stipsits). Alle drei sitzen wegen ihrer politischen Aktivitäten hinter Gittern.
Hinter Gittern entwickelt er einen ungewöhnlichen Weg, um Nachrichten hinaus zu schmuggeln: Über vorgetäuschte Zahnarztbesuche bringt er Botschaften zu politischen Mitstreitern. Im März 1936 steht Kreisky im Sozialistenprozess vor Gericht und nutzt die Medienaufmerksamkeit für eine politische Verteidigungsrede. "Hohes Gericht, ich bin mit Leib und Seele Sozialdemokrat", beginnt er. Er fordert, dass die Arbeiterbewegung nicht länger in die Illegalität gedrängt wird. Doch die politische Lage spitzt sich weiter zu. 1938 muss er vor den Nazis fliehen.
Das Gewinnspiel ist aktiv bis 7.10., 08:00 Uhr. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden per E-Mail verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.