Beamte des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus konnten einen Ladendieb aus Ungarn auf frischer Tat ertappen. Gegen 12 Uhr machte sich der 36-Jährige in einer Umkleidekabine eines Geschäfts am Wiener Westbahnhof an Sicherungsvorrichtungen von Kleidungsstücken zu schaffen.
Nach dem Mann war bereits gefahndet worden, da er zuvor einen Diebstahl in einer nahegelegenen Drogerie verübt haben soll. Ein Ladendetektiv hatte den Verdächtigen wiedererkannt.
Bei sich trug der Mann eine Sporttasche, die mutmaßlich auch gestohlen wurde. An ihr war noch das Preisschild befestigt. Im Inneren fanden die Beamten dann weiteres mutmaßliches Diebesgut aus insgesamt drei Geschäften. Die Gegenstände, die teilweise noch originalverpackt waren und für die der Mann keine Rechnungen vorweisen konnte, wurden sichergestellt.
Im Zuge der Sachverhaltsklärung zeigte sich der 36-Jährige gegenüber den Polizisten uneinsichtig und zunehmend aggressiv. Als er dann mehrfach mit seinen Fäusten auf den Oberkörper eines Beamten einschlug, nahmen ihn die Polizeikräfte fest.
In weiterer Folge stellte sich heraus, dass für den wegen Eigentums- und Gewaltdelikten verurteilten Ungarn ein aufrechtes Aufenthaltsverbot im Bundesgebiet gilt. Schlussendlich wurde er wegen des Verdachts des mehrfachen gewerbsmäßigen Diebstahls, des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und der versuchten schweren Körperverletzung angezeigt.
Zudem wurde durch die Staatsanwaltschaft Wien die Beantragung der Untersuchungshaft in Aussicht gestellt. Der 36-Jährige wurde in eine Justizanstalt überstellt.