Ein erschütternder Fall beschäftigt derzeit die Behörden in Oberösterreich. Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) berichten, wurden auf einem verwahrlosten Anwesen im Großraum Linz insgesamt 17 Hunde von der Behörde abgenommen und in ein Tierheim gebracht.
Bei den Tieren handelt es sich um sogenannte Prager Rattler. Die kleinen Hunde sollen unter problematischen Bedingungen gehalten worden sein. Es besteht der Verdacht, dass die Tiere nicht artgerecht untergebracht waren. Die Bezirkshauptmannschaft ordnete deshalb die vorläufige Abnahme an.
Der zuständige Bezirkshauptmann Manfred Hageneder bestätigte gegenüber den OÖN, dass zudem der Verdacht auf Tierquälerei geprüft werde. Eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung sei bereits an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden.
Die Hunde wurden von der Tierrettung in ein Tierheim nach Freistadt gebracht. Dort können sie nun versorgt werden. Die bisherigen Besitzer haben laut Behörde zwei Monate Zeit, die Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Tierhaltung zu schaffen. Gelingt das nicht, könnten die Tiere dauerhaft entzogen werden.
Trauriger Auslöser des Einsatzes war der Fund eines toten Mannes. Die Polizei hatte am Montagabend eine Haushälfte geöffnet und dabei die Leiche eines 53-Jährigen entdeckt. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Mann an den Folgen einer schweren Krebserkrankung verstorben sein.
Die Hunde sollen einer Frau gehören, die derzeit selbst schwer erkrankt ist und sich im Spital befindet. Nach ersten Informationen dürfte die dramatische Situation auf eine völlige Überforderung der Betroffenen zurückzuführen sein.