Gastro und Brauereien

WM-Fieber: "Wetter entscheidend für den Bierabsatz"

Trotz Österreichs WM-Rückkehr rechnen Gastronomen, Brauereien und Händler wegen der ungewöhnlichen Anstoßzeiten nur mit einem geringen Umsatzplus.
Oberösterreich Heute
12.06.2026, 10:54
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Österreich ist bei der Fußball-WM nach mehr als 20 Jahren wieder dabei. Einen großen Umsatzschub erwarten Gastronomen und Brauereien deshalb aber nicht. Schuld daran sind vor allem die ungewohnten Anstoßzeiten in den USA, Kanada und Mexiko.

Für Gerald Royda, Wirtesprecher der Wirtschaftskammer Oberösterreich, bleibt das Geschäft rund um die WM überschaubar. Die Zeitverschiebung mache klassische Public Viewings und lange Fußballabende schwierig.

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"Wenn um vier oder um sechs Uhr früh Spiele beginnen, ist das eher ein Geschäft für die Hoteliers im Zuge von einem Frühstücksangebot, als für die klassische Nachtgastronomie", sagte Royda gegenüber ORF OÖ. Für kleinere Betriebe könne das Turnier zwar eine Chance sein, einen nachhaltigen Effekt auf die Branche erwartet er aber nicht.

Sorgen um die wirtschaftliche Lage der Wirte macht sich Royda deshalb nicht. Die ausbleibenden WM-Umsätze würden die Gastronomiebetriebe nicht in Bedrängnis bringen.

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Auch bei den Brauereien rechnet man nicht mit einem großen Effekt. Aus der Braucommune Freistadt heißt es, dass Großereignisse den Bierabsatz nur begrenzt beeinflussen. Wichtiger als eine Fußball-WM seien das Wetter und die allgemeine Wirtschaftslage.

Wetter spielt große Rolle

"Für den Bierabsatz ist das Wetter ganz entscheidend. Gastgartenwetter beschert uns gute Umsätze. Nicht zu vergessen ist aber auch die allgemeine wirtschaftliche Lage", sagt Geschäftsführer Paul Steininger.

Ähnlich sieht man die Lage im Lebensmittelhandel. Laut Sprecher Josef Strutz-Winkler werde die WM zwar für einen kleinen Impuls sorgen, die großen Kaufwellen früherer Jahrzehnte seien aber nicht mehr zu erwarten.

Ganz ohne Public Viewing müssen Fans dennoch nicht auskommen. Sowohl in Wels als auch im Linzer Donaupark werden Spiele übertragen. Für das erste Österreich-Match um 6 Uhr früh wurden laut Veranstalter bereits mehr als 100 Tickets für das Public Viewing im Donaupark verkauft.

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