Für viele Kunden kommt die Nachricht überraschend: Der Sporthändler Hervis schließt im Laufe des Jahres 2026 insgesamt 17 seiner derzeit 93 Filialen in Österreich. Betroffen sind auch vier Standorte in Oberösterreich - Perg, Steyr, Wels sowie die Filiale im Linzer Lentia.
Grund für den drastischen Schritt ist eine umfassende Restrukturierung nach dem Eigentümerwechsel. Anfang des Jahres hatte Spar den seit Jahren defizitären Sportartikelhändler an die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer verkauft.
Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, seien die betroffenen Standorte "nicht ertragsbringend zu betreiben". Deshalb werde rund ein Fünftel des Filialnetzes eingestellt.
Die Schließungen treffen österreichweit rund 100 Beschäftigte. Nach Angaben des Managements entfallen etwa 45 Stellen in der Zentrale, weitere 55 Jobs sind direkt von den Filialschließungen betroffen. Die endgültige Zahl könnte jedoch niedriger ausfallen, da Mitarbeitern teilweise die Möglichkeit angeboten wird, in andere Filialen zu wechseln.
Gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft wurde laut Unternehmen bereits ein Sozialplan ausgearbeitet. Die Schließungen sollen schrittweise erfolgen, wobei bestehende Kündigungsfristen bei den Mietverträgen eingehalten werden.
Bereits zugesperrt wurden heuer die Standorte im SAM Outlet Salzburg sowie in Baden. Neben den vier oberösterreichischen Standorten werden auch Filialen in Wien (Q19), Bischofshofen, Salzburg Forum, Hallein, Reutte, Kitzbühel, Lienz, Feldkirchen, Deutschlandsberg, Leoben und Liezen geschlossen.
Die neuen Eigentümer wollen Hervis mit der Restrukturierung auf zukünftige Markt- und Kundenanforderungen ausrichten. Die Mehrheit der Standorte soll weiterhin bestehen bleiben.