Eskalation in Paris

Polizei geht mit Tränengas gegen Randalierer vor

Frankreich kommt nicht zur Ruhe: Bei erneuten Protesten in Paris kam es zum Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern.
24.10.2026, 19:33
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In Frankreich gingen am Samstag rund 410.000 Menschen auf die Straßen des Landes und protestierten gegen hohe Lebenshaltungskosten, davon entfielen alleine 110.000 Demonstranten auf die Hauptstadt Paris, meldete das französische Innenministerium. Dem standen etwa 70.000 Sicherheitskräfte gegenüber.

Bereits vor dem einzigen in Paris erlaubten Demozug kam es zu Festnahmen. Davon waren 135 Personen betroffen. Auch Gegenstände wie Metallkugeln, Feuerwerkskörper und Airsoft-Waffen wurden beschlagnahmt, hieß es in Medienberichten.

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Krawalle in Paris

In der französischen Hauptstadt wurden im Vorfeld der Louvre und Metro-Stationen geschlossen. Auch der Élysée-Palast wurde abgesichert. Die Exekutive war mit Hubschraubern, Wasserwerfern und gepanzerten Fahrzeugen vor Ort. Zu ersten Ausschreitungen kam es allerdings in Lyon.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
REUTERS

Dort setzte die Polizei Tränengas ein. Aber auch in der Hauptstadt spitzt sich die Lage immer weiter zu. Wie die "Krone" berichtet, sollen Randalierer versucht haben, Schaufenster zu beschädigen. Die Antwort der Polizei war der Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern.

In den Städten Nancy, Metz, Besançon, Belfort, Rouen, Le Havre, Toulon und Limoges wurden Demonstrationen verboten. An letzterem Ort wurde am 17. Oktober das Rathaus in Brand gesetzt.

Weitere Demos angekündigt

Den französischen Sicherheitskräften steht wohl noch eine herausfordernde Nacht bevor. Damit allerdings nicht genug: Seitens der Gelbwesten wurden bereits weitere Demonstrationen angekündigt, berichtet der "Kurier".

Diese seien für den 31. Oktober angesetzt. Es wurde zu Kundgebungen und Sitzstreiks vor der Nationalversammlung sowie vor sämtlichen Rathäusern aufgerufen. Zudem soll am kommenden Freitag mit Töpfen und Pfannen Lärm bei einer weiteren Protestveranstaltung gemacht werden.

red, Akt. 24.10.2026, 19:37, 24.10.2026, 19:33