Ein schwerer Zwischenfall in Offenbach lässt die Polizei fassungslos zurück: "Die Grenze des Zumutbaren wurde deutlich überschritten", berichtet das Polizeipräsidium Südosthessen Dienstagfrüh.
Dazu richten die Gesetzeshüter mahnende Worte an alle Bürger: "Dass eine polizeiliche Maßnahme nicht jedem gefällt, ist das eine. Doch körperliche Übergriffe, Gewalttätigkeiten oder andere gezielte Angriffe haben mit einem gesitteten Miteinander nichts zu tun!" Am Ende bleibt eine große Frage im Raum stehen: "Wo bleibt der Respekt im Umgang miteinander?"
Was war passiert? Eine 17-Jährige soll in der Nacht auf Dienstag, gegen 1.15 Uhr, am August-Bebel-Ring eine Polizistin bei einer Kontrolle verletzt haben.
Die Jugendliche war zunächst von Fahrkartenkontrolleuren in einer Straßenbahn angesprochen worden. Danach soll sie sich entfernt haben. Eine Polizeistreife wurde hinzugezogen und traf die 17-Jährige kurze Zeit später an.
Als die Beamten die Jugendliche kontrollieren wollten, soll sie versucht haben zu flüchten. Einer nacheilenden Polizistin soll sie daraufhin aus unmittelbarer Nähe einen Parfümflakon ins Gesicht geworfen haben. Die Beamtin wurde verletzt, unter anderem brach ihr ein Schneidezahn ab.
Die 17-Jährige wurde laut Polizei unmittelbar danach festgenommen. Dabei soll sie erheblichen Widerstand geleistet und der Polizistin in den Oberarm gebissen haben. Die Beamtin wurde dadurch ein weiteres Mal verletzt.
Zudem soll die Tatverdächtige nach den eingesetzten Beamten geschlagen, getreten und gespuckt haben. Anschließend musste die Jugendliche vorübergehend mit zur Polizeidienststelle.
Gegen die 17-Jährige laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.