Eine Polizeikontrolle auf der A99 bei Vaterstetten in Bayern hatte für einen 50-jährigen Schweden unangenehme Folgen. Der Mann war mit einem Tesla Cybertruck unterwegs, durfte das Fahrzeug allerdings gar nicht lenken. Ihm fehlte die dafür notwendige Führerscheinklasse.
Der ungewöhnliche Elektro-Pick-up wiegt bereits ohne Beladung rund 3,1 Tonnen. Entscheidend ist jedoch das erlaubte Gesamtgewicht von 4,2 Tonnen. Damit überschreitet der Cybertruck die Grenze von 3,5 Tonnen, die für einen gewöhnlichen B-Führerschein gilt.
Laut einem Bericht des "Merkur" ist für das Fahrzeug nach Angaben der Autobahnpolizei ein C1-Führerschein erforderlich. Der Cybertruck misst rund 5,68 Meter in der Länge und ist mit Außenspiegeln etwa 2,41 Meter breit.
Die Beamten ließen den Schweden nicht weiterfahren. Stattdessen wurde der in Polen zugelassene Pick-up zur Polizeidienststelle nach Hohenbrunn gebracht. Dort muss er bleiben, bis ihn eine Person mit der passenden Fahrerlaubnis abholt.
In Deutschland ist das Tesla-Modell bislang kaum anzutreffen. Während der Cybertruck in den USA seit Ende 2023 ausgeliefert wird, fehlt hierzulande eine reguläre Typgenehmigung. Eine Rolle spielen dabei unter anderem die Bauweise mit kantigen Edelstahlflächen sowie die europäischen Anforderungen an den Fußgängerschutz.