Mittwochnachmittag war Alexander Z. mit seinem Mini Cooper unterwegs zu einem Termin. In der Muthgasse bei der U4-Station Heiligenstadt wollten vier Fußgänger über die Straße gehen. "Ich habe kurz angehalten und sie drübergehen lassen. Plötzlich hat der Polizist im Streifenwagen hinter mir das Blaulicht eingeschaltet", so der Wiener zu "Heute".
Die Beamten stiegen aus und herrschten ihn an: "Sie erklärten mir recht forsch, dass der Fließverkehr einzuhalten sei und ich hier ohne Zebrastreifen nicht halten darf, um Fußgänger über die Straße gehen zu lassen. Als ich sie fragte, ob das ihr Ernst ist, wurden sie richtig unfreundlich, verlangten Führer- und Zulassungsschein, Warnweste und Verbandszeug."
20 Euro Strafe kostete Alexander Z. seine Freundlichkeit schließlich.
"Eine allgemeine oder pauschale Bewertung einzelner Verkehrssituationen und allfällig daraus resultierender Amtshandlungen ist im Rahmen allgemeiner Auskünfte nicht möglich. Solche Sachverhalte müssen stets anhand der konkreten Umstände des jeweiligen Einzelfalles beurteilt werden", heißt es von der Polizeipressestelle gegenüber "Heute".
Grundsätzlich sei aber zu sagen, dass es "durch abruptes Abbremsen zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr kommen kann", so die Polizeipressestelle weiter. Zur konkreten Amtshandlung würden keine Informationen vorliegen.
Alexander Z. zahlte die Strafe zähneknirschend – und will sich nun die nächste Freundlichkeit zweimal überlegen.