In Wien ist es in der Halloween-Nacht zu zahlreichen Zwischenfällen gekommen. Es hagelte über 500 Anzeigen - vor allem wegen illegaler Pyrotechnik. In Favoriten wurde ein 12-Jähriger von einem Böller schwer an der Hand verletzt.
In Meidling wurde ein abgestelltes Polizeiauto mit einer brennbaren Flüssigkeit von zwei Teenagern angezündet. Ein Augenzeuge schildert, wie sie dann vor der Polizei fliehen.
Der gefährliche Vorfall hat sich in der Siedlung "Am Schöpfwerk" ereignet. Laut dem Augenzeugen ergriff ein Bub beim Anblick der Einsatzkräfte sofort die Flucht. Der Zeuge beschreibt die Szene mit einem drastischen Vergleich: Der Junge sei "wie ein Marathonläufer" vor dem Einsatzkommando geflohen.
Wie die Polizei auf "Heute"-Nachfrage erklärte, dürfte die Verfolgungsjagd im Zusammenhang mit dem beschädigten Einsatzfahrzeug stehen.
Laut Polizei wurde nämlich ein abgestelltes Polizeiauto mit einer brennbaren Flüssigkeit in Brand gesteckt. Im Zuge einer Sofortfahndung konnten zwei Tatverdächtige im Alter von 16 und 19 Jahren angehalten und auch festgenommen werden. Jetzt laufen die Ermittlungen auf Hochtouren - geprüft wird, ob die Teenager die Pyromanen sind.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden beide jungen Männer auf freiem Fuß angezeigt. Im gesamten Wiener Stadtgebiet standen rund um Halloween mehrere hundert Polizeikräfte im Einsatz. Der Großteil der Amtshandlungen betraf den missbräuchlichen Einsatz von Pyrotechnik.
Laut Polizei wurden insgesamt acht Tatverdächtige wegen Widerstandshandlungen beziehungsweise des Verdachts der Sachbeschädigung vorläufig festgenommen. Zwei weitere Personen wurden verwaltungsstrafrechtlich vorläufig festgenommen.
Insgesamt erstatteten die Beamten 509 Anzeigen. Zudem wurden 107 pyrotechnische Gegenstände vorläufig sichergestellt. Die angemeldeten Versammlungen in der Wiener Innenstadt verliefen laut Polizei ruhig. Der Einsatz konnte ohne größere sicherheitsrelevante Zwischenfälle beendet werden.