Der Rapidkessel rund um das Wiener Derby vor der Winterpause schlägt hohe Wellen. Die Polizei will Fan-Märsche verbieten, der Klub einen neuen Gipfel.
Der 6:1-Triumph der Wiener Austria im Derby gegen Rapid schwappt ins neue Jahr herüber. Schuld ist nicht das sportliche Debakel der Hütteldorfer, sondern die Vorkommnisse rund um den Verteilerkreis.
+++ Polizei genehmigt keine Fan-Märsche mehr +++
Die Polizei kesselte 1300 Rapid-Fans stundenlang bei eisigen Temperaturen an der Südost-Tangente ein. Rapid spricht von Unverhältnismäßigkeit und einer Racheaktion für Anti-Polizei-Banner im Europa-League-Spiel gegen die Rangers.
Die Polizei verweist auf gefährliche Würfe von Gegenständen, die den Straßenverkehr behinderten und mangelnde Kooperation der Fans.
Am Donnerstag kam es darum zu Treffen der Bosse: Rapid-Präsident Michael Krammer mit dem Wiener Landespolizeipräsidenten Gerhard Pürstl. Schon am Donnerstag sickerte durch: Die Polizei will künftig Fan-Märsche gänzlich verbieten.
Das letzte Kapitel der Saga ist noch nicht geschrieben. Krammer spricht zwar von kontruktiven Gesprächen, wird wenige Stunden nach dem Meeting auf der Vereinshomepage aber zitiert: "Aus meiner Sicht bleibt es dabei, dass die Vorgangsweise absolut unverhältnismäßig war, aber wurde hier zugesichert, dass dies durch zuständige Gremien wie die Volksanwaltschaft in den nächsten Wochen noch eingehend evaluiert wird."
Keine Fan-Märsche mehr? Krammer: "Dies müssen wir einmal zur Kenntnis nehmen und werden wir den Vorschlag prüfen, ob die Organisation künftig durch uns selbst erfolgen könnte. Hier gibt es aber viele offene Fragen, sowohl aus rechtlicher als auch organisatorischer Sicht, und daher lässt sich nicht seriös voraussagen, wie dies in Zukunft vonstatten gehen kann. Natürlich werden wir alles versuchen, unserer Anhängerschaft diese fast schon traditionelle Zugangsmöglichkeit zu einem Spiel - wie dies in den letzten Jahren in ganz Europa wie Hamburg, Amsterdam und in vielen Städten mehr problemlos möglich war - weiter zu ermöglichen."
Zudem brisant: "Weiters wurde ich vom Landespolizeipräsidenten informiert, dass der derzeitige Zugang zum Auswärtssektor beim umgebauten Stadion der Wiener Austria künftig nicht mehr genehmigt wird."
Krammer stellt einen möglichen Gipfel der österreichischen Kult-Klubs in den Raum. Denn: "Das trifft auch Vereine wie Sturm Graz, die ebenfalls ähnlich viele Fans wie wir mitbringen, auch daher gilt mein Angebot für einen gemeinsamen Sicherheitsgipfel mit Präsident Pürstl und meinen Kollegen von Sturm Graz und Austria Wien sowie von Gerhard Stocker, der als Präsident von Wacker Innsbruck ebenso von dieser Thematik betroffen ist wie als Vorsitzender des Aufsichtsrates der österreichischen Bundesliga. Die drei Kollegen aus dem Fußball haben mir ihre Zusage zu einem solchen Treffen bereits übermittelt."
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(Heute Sport)