5 Jahre nach dem Attentat

Polizeimusik, Polit-Granden – Gedenken an Terroropfer

Fünf Jahre nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt wurde am Desider-Friedmann-Platz der vier Todesopfer gedacht.
Newsdesk Heute
02.11.2025, 11:00
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Exakt fünf Jahre liegt der schreckliche Anschlag in Wien zurück – aus diesem Anlass fand am Sonntag am Desider-Friedmann-Platz ein feierliches Gedenken an die Opfer des Terroranschlags statt.

Vertreter der Republik, der Stadt Wien und der Sicherheitsbehörden erinnerten an die vier Menschen, die bei dem islamistisch motivierten Angriff vor fünf Jahren getötet wurden.

An der Kranzniederlegung und stillen Andacht nahmen unter anderem Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), Ex-Kanzler Karl Nehammer sowie hochrangige Vertreter der Polizei und Sicherheitsbehörden teil. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von einem Quartett der Polizeimusik Wien.

Lehren aus dem Anschlag

Der Anschlag in der Innenstadt stellte die österreichischen Sicherheitsbehörden vor eine beispiellose Herausforderung. In den Jahren danach wurden zahlreiche Reformen umgesetzt:

Mit der Reform des Verfassungsschutzes und der Einrichtung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) auf Basis des neuen Staatsschutz- und Nachrichtendienstgesetzes (SNG) wurde ein grundlegender Modernisierungsschritt gesetzt. Die DSN hat ihre internationale und nationale Zusammenarbeit deutlich intensiviert und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Extremismusprävention, Deradikalisierung und gesellschaftliche Resilienz.

Eine weitere wichtige gesetzliche Neuerung war zudem die Einführung der Gefährderüberwachung, die der Polizei zeitgemäße Befugnisse einräumt. Auf polizeilicher Ebene wurde das bewährte Wiener "WEGA-Modell" auf ganz Österreich übertragen: In allen Bundesländern wurden schnelle Interventionsgruppen (SIG) und Bereitschaftseinheiten (BE) als schnelle Reaktionskräfte (SRK) etabliert, um in Hochrisikolagen und bei Spontanereignissen mit hohem Personalbedarf rasch und professionell reagieren zu können.

Ausbildung der Exekutive verbessert

Auch Ausbildung, Ausrüstung und Kommunikation der Exekutive wurden massiv verbessert. Die damals eingesetzte Upload-Plattform zur Sicherung von Beweismaterial wurde weiterentwickelt und ist mittlerweile fixer Bestandteil der Krisenstrategie. Ebenso wurden wertvolle Erkenntnisse für die Krisen- und Social-Media-Kommunikation des Innenressorts gewonnen, die heute fester Bestandteil der Einsatzführung sind.

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