Zu Silvester ist die Polizei im Dauereinsatz, doch auch abseits davon steht 2026 so einiges an. Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl wird im "Wien heute"-Interview gleich zu Beginn auf den anstehenden Eurovision Songcontest angesprochen, der wegen der Teilnahme Israels und den Protesten dagegen besonders heikel ist.
Israelische Vertreter aus Politik und Kultur könnten hier im Fokus solcher stehen, die Böses wollen. "Da müssen wir uns als Polizei gut rüsten." Urlaubssperren seien aber keine erforderlich, man habe viel Erfahrung in diesem Bereich.
Im Rückblick auf Silvester sind vor allem die Böller ein großes Problem: Obwohl jegliches Feuerwerk im Stadtgebiet eigentlich verboten ist, hält sich die Masse der Feiernden nicht daran. Auch die Polizei könne da nicht mehr einschreiten. "Das ist quasi unmöglich", gesteht Pürstl ein.
Stattdessen müsse man jetzt auf Prävention setzen. "Ich hab nicht viel Verständnis dafür, dass man mit pyrotechnischen Gegenständen herumläuft. Warum macht man das? Um sie letztlich zu verwenden." Ein Mitführverbot würde der Polizeipräsident also begrüßen.
Im Wiener Alltag eines der drängendsten Themen ist die Messergewalt. Am Yppenplatz sei die Situation mit dem Trageverbot besser geworden. "Es ist der Gegenstand, der am gefährlichsten ist." Auch hier würde sich Pürstl schon lange ein generelles Trageverbot in ganz Österreich wünschen. Ein entsprechendes Gesetz könnte dieses Jahr endlich kommen.