Terrorverdacht in Graz

Polizeischülerin wollte Kollegen für IS rekrutieren

Sie wollte Polizistin werden, nun steht eine Polizeischülerin unter Terrorverdacht. Die Frau soll versucht haben, Kollegen für den IS zu rekrutieren.
20.10.2026, 19:28
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Heftige Vorwürfe gegen eine Polizeischülerin mit afghanischen Wurzeln! Gegen die 27-Jährige wird aktuell seitens des Staatsschutzes ermittelt. Es geht dabei um einen Terrorverdacht. So soll die junge Frau versucht haben, Mitglieder für den Islamischen Staat (IS) zu rekrutieren.

Dabei wirkte die Beschuldigte auf den ersten Blick eigentlich wie ein gelungenes Beispiel für Integration. Laut einem Bericht der "Krone" sei sie mit zwei Jahren nach Österreich gekommen, habe vor einigen Jahren die Staatsbürgerschaft erhalten und auch ein Studium mit zwei akademischen Graden absolviert, ehe sie eine Laufbahn bei der Wiener Polizei einschlagen wollte.

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Mehrere Zwischenfälle

Ihre Ausbildung trat die Muslima in der Grazer Polizeischule an. Dabei soll es zu einigen Vorfällen gekommen sein, weswegen sie ins Visier der Ermittler des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) geriet. So habe die 27-Jährige ausgerechnet Kollegen rekrutieren wollen. Während einer Schulung im Gewaltschutzzentrum soll sie folgende Frage an eine andere Person im Kurs gerichtet haben: "Willst du mit mir dem IS beitreten und runtergehen kämpfen?"

Zudem soll die junge Frau im Zuge einer Ausbildungsfahrt eine Kollegin dazu aufgefordert haben ihr nachzusprechen, um zum Islam zu konvertieren. Des Weiteren hätte die gebürtige Afghanin immer wieder gemeint, dass sie die gesetzliche Anti-Gesichtsverhüllung im Dienst nicht durchzusetzen wolle. Auch selbst wolle sie ein Kopftuch tragen und nicht mit männlichen Kollegen auf Streife gehen.

Aus Polizeischule geworfen

Dies führte nun am Montag – nur wenige Monate vor Abschluss der Ausbildung – zu einer Razzia bei der 27-Jährigen. Als Konsequenz wurde die junge Frau aus der Polizeischule geworfen, ihre Karriere als Beamtin ist damit vorerst Geschichte. Für die Verdächtige gilt die Unschuldsvermutung. Sie selbst sprach von "spaßiger Unterhaltung", FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann ortete hingegen ein "Sicherheitsrisiko in Uniform".

Von Bundespolizeidirektor Michael Takàcs hieß es, dass man keine demokratiefeindliche Haltung dulde und machte klar, dass es hier null Toleranz gebe. Ihm zufolge widerspreche das Verhalten der verhinderten Beamtin "den Grundprinzipien und tragenden Säulen der Polizei".

Wie es in dem Fall weitergehen wird, kommt auf die laufenden Ermittlungen an. Die bisherige Sichtung der bei der Hausdurchsuchung beschlagnahmten Datenträger hätte keine Hinweise geliefert, die den Tatverdacht erhärteten, hieß es aus dem Innenministerium.

red, Akt. 20.10.2026, 19:59, 20.10.2026, 19:28