Jetzt sind die Wiener am Zug: Bei einem Dialogtag können Interessierte erstmals ihre Ideen zur künftigen Gestaltung des Postsportplatzes einbringen. Gleichzeitig informieren die Österreichische Post AG und die Stadt Wien über die bisherigen Pläne für das 15 Hektar große Areal in Hernals, wie der "ORF" berichtet.
Am Montag werden von 15 bis 18.30 Uhr Führungen über das Gelände angeboten. Eine Freiluftausstellung zeigt zudem den aktuellen Stand der Planungen. Sie soll anschließend auf dem Areal bleiben und jederzeit zugänglich sein. Im Rahmen des Beteiligungsprozesses können Interessierte auch eigene Ideen einbringen.
Der Postsportplatz beherbergt derzeit knapp 30 Vereine. Nach den Plänen von Post und Stadt sollen die bestehenden Sportanlagen im bisherigen Umfang erhalten bleiben. Zusätzlich sind Grünflächen, eine neue Mehrzweckhalle und geförderte Wohnungen vorgesehen.
Auch der gemeinnützige Breitensport sowie der Schul- und Vereinssport sollen laut Post weiterhin Platz auf dem Areal haben. Fußball, Tennis, Handball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball, Landhockey und Minigolf sollen auch künftig möglich sein.
Die geplante Bebauung des Areals sorgt bereits seit Längerem für Kritik. Laut Post und Stadt sollen die neuen Wohnungen jedoch hauptsächlich auf Flächen entstehen, die bereits versiegelt oder bebaut sind. Genannt werden etwa bestehende Parkplätze und sanierungsbedürftige Gebäude am Rand des Areals.
Zwei Drittel der neu gewidmeten Wohnungen sollen gefördert errichtet werden. Außerdem sind rund 6.000 Quadratmeter zusätzliche Grün- und Freiflächen sowie öffentliche Durchquerungen geplant. Neben Wohnungen und Sport könnten auch ein Supermarkt, ein Kindergarten, Gastronomie oder eine Gesundheitseinrichtung auf dem Areal entstehen.
Ungewiss bleibt unterdessen, wer den Sportbetrieb künftig führen wird. Der Pachtvertrag des Post Sportvereins läuft Ende 2027 aus. Die Post AG hat den Betrieb EU-weit neu ausgeschrieben. Ob der Post SV danach weiterhin Hauptpächter sein wird, ist offen.
Wie der "Standard" berichtete, sollen wirtschaftlich attraktive Bereiche wie Tennishalle, Beachvolleyball- und Tennisplätze künftig separat an Investoren und kommerzielle Betreiber vergeben werden. Beim gemeinnützigen Bereich würden demnach unter anderem drei Fußballplätze, einige Tennisplätze und ein Hockeyplatz verbleiben.