Am Montag fiel der Startschuss für die Neugestaltung des Ring-Radwegs. Zunächst wird der rund 700 Meter lange Abschnitt zwischen Schottentor und Franz-Josefs-Kai umgebaut. Kostenpunkt: 5,7 Millionen Euro. Bis 2030 soll schließlich der gesamte Ring folgen.
Bei der FPÖ stößt das Projekt auf Widerstand. Die Freiheitlichen begrüßen zwar eine bessere Trennung von Radfahrern und Fußgängern, kritisieren aber, dass dafür Teile der Nebenfahrbahn verschwinden. "Jetzt wird die Nebenfahrbahn Stück für Stück zum Radweg und damit eine wichtige Verkehrs- und Erschließungsfläche am Ring geopfert", kritisiert FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik.
Vor allem die Kosten nehmen die Freiheitlichen ins Visier. Mobilitätssprecher Klemens Resch fordert Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) auf, die Gesamtrechnung für den geplanten Umbau bis 2030 offenzulegen. Außerdem müsse klar sein, wie viele Parkplätze, Ladezonen, Taxistandplätze und Zufahrtsmöglichkeiten am Ende tatsächlich wegfallen.
Ganz anders fällt die Kritik der Grünen aus. Ihnen ist der Umbau zu wenig ambitioniert. Mobilitätssprecher Kilian Stark bezeichnet die Neugestaltung zwar als "Schritt in die richtige Richtung", allerdings nur als einen halben.
Sein Hauptkritikpunkt: Nur auf einer Seite des Rings werden Nebenfahrbahnen für den Radweg geöffnet. Auf der anderen Seite bleibe vieles beim Alten – inklusive parkender Autos. Bei SPÖ und Neos habe "auf halber Strecke der Mut verlassen", so Stark. Auch bei der Begrünung sehen die Grünen Nachholbedarf. Bestehende Baumlücken sollen nach ihren Vorstellungen geschlossen und deutlich mehr Grün geschaffen werden.